Der Streamingdienst Spotify will gegen Familienabos vorgehen, hinter denen oftmals keine Familie, sondern eine Gruppe von Freunden steckt. Foto: dpa/Britta Pedersen

Mit Freunden gemeinsam ein Familienabo bei Spotify teilen und sparen – dem will der Streamingdienst nun einen Riegel vorschieben. Dabei helfen soll eine Adresskontrolle.

Stockholm - Mit rund 232 Millionen Nutzern im Monat führt der Musik-Streamingdienst Spotify den Markt weltweit an. Besonders beliebt bei Spotify: Das Familien-Abo, denn das ist am günstigsten. Klar, dass das auch von Gruppen genutzt wird, die nicht oder nicht mehr unter einem Dach leben. Doch damit soll künftig Schluss sein. Um unzulässige Familien-Abos ausfindig zu machen und zu sperren, will der Streamingdienst die Standorte seiner Nutzer mithilfe von Google-Maps abfragen.

Mitte September gab der Streamingdienst in seinen aktualisierten Geschäftsbedingungen bekannt, die Premium-Familien-Abos stärker zu kontrollieren. Denn das Premium-Familien-Abo rechnet sich mit 14,99 Euro pro Monat recht günstig – vor allem, weil es von fünf Nutzern gleichzeitig genutzt werden kann. So wolle das Unternehmen künftig immer mal wieder prüfen, ob die Nutzer eines Familienabos auch tatsächlich an der gleichen Adresse wohnen, wie es die Geschäftsbedingungen vorschreiben. Dazu will der Streamingdienst die Nutzer auffordern, ihren Standort dem Unternehmen mitzuteilen.

Die umfangreiche Überwachung sehen vor allem Datenschützer wie Privacy International kritisch und sprechen von einer „besorgniserregenden Auswirkungen auf die Privatsphäre.“

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