Neuer Berufszweig? Felix Neureuther hat sich als Volksmusiker ausprobiert. Foto: dpa

Vom Slalom- zum Schlagerstar? Felix Neureuther beschreitet nach seinem Karriereende plötzlich ganz unerwartete Wege. Mit seinem Musikvideo ist er in unserer Kolumne der Sportsfreund des Tages. Aber Vorsicht: Es wurde am 1. April veröffentlicht.

Stuttgart - Den Wendler gibt’s ja schon in der Schlagerszene. Man hat allerdings lange nichts mehr gehört vom Typen, der versucht hat, im Dschungelcamp seinen Promifaktor aufzuhübschen. Aber das ist egal. Jetzt gibt’s ja den Wedler. Der ist neu in der Branche der Musikmacher, weil er bis vor einigen Wochen noch einem anderen Job nachging. Dem Wedeln. Felix Neureuther war Skirennläufer, einer der besten der Welt dazu. Kürzlich hat er seine Karriere beendet – und alle Welt rätseln lassen, was das Leben ihm bringt. Nun ist’s raus.

Der Neureuther-Felix ist die deutsche Antwort auf den Hinterseer-Hansi. Am Montag präsentierte eine Radiostation seinen ersten Hit samt Video im Internet. Titel: „Weiterzieh’n.“ Mit den poetischen Zeilen: „Küss mich ein letztes Mal und lass mich ziehen. Die Sehnsucht lässt mir keine Wahl…Auf der Piste des Lebens gibt’s keinen festen Stand, wenn mich das Fernweh übermannt…Ich mach mich auf die Reise. Leg alle Ketten ab. Leinen los! Atme ein, atme aus. Spür das Glück.“

Die Ex-Kollegen sind begeistert

Im Video ist der Ex-Skistar in Lederhosen auf Streifzug durch die Berge zu sehen, singend, tanzend, posierend, Ski streichelnd. So begeisternd, dass seine Ex-Kollegen ausflippen. Skispringer Andreas Wellinger fordert ein Duett mit Frau Miriam, US-Skistar Ted Ligety eine englische Version, der österreichische Rennläufer Philipp Schörghofer fragt nach der Fanwanderung. Eine solche veranstaltete einst Hansi Hinterseer, der ebenfalls Skistar war und seit Jahrzehnten Volksmusik-Star ist. Wandelt der Wedler wirklich auf dessen Spuren? Das lässt Felix Neureuther offen. Wer das Video sieht, erkennt zwar eine professionelle Herangehensweise, aber auch viel Ironie – und denkt unweigerlich daran, dass am Montag der 1. April war.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: