Beim Torjubel von Mario Gomez war der mit Tape abgeklebte Ehering noch mit dabei – kurz danach musste ihn der Stürmer des VfB Stuttgart ablegen. Foto: Baumann

Das Auftaktspiel des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 hat viele Geschichten erzählt. Eine davon hat mit dem Ehering von Mario Gomez zu tun – und mit drei seiner Mitstreiter. Weshalb wir heute gleich mehrere Sportsfreunde des Tages benennen.

Stuttgart - Nach dem ersten Saisonspiel des VfB Stuttgart lässt sich sagen: Tim Walter, der Trainer, und Sven Mislintat, der Sportdirektor haben was hinbekommen in der Vorbereitung. Und: Es ist noch einiges zu erwarten vom Duo. Eines aber nicht: dass sie mal eine Rolle in einer Neuverfilmung von „Der Herr der Ringe“ spielen werden. Dafür sind die Berührungsängste zu groß.

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Am Freitagabend jedenfalls eilte Mario Gomez während der Partie des VfB gegen Hannover 96 an die Seitenlinie. Der Schiedsrichter hatte den Stürmer gebeten, seinen Ehering abzulegen. „Ich hatte ihn abgeklebt und gedacht, das merkt keiner“, sagte Gomez. Doch er flog auf, weshalb er seinen Ehering dem Trainer übergab. Der überlegte kurz, suchte vergeblich nach einem Reißverschluss an seiner Sporthose – und gab die Verantwortung dann lieber schnell weiter. An Mislintat, der sich mit dem guten Stück aber auch nicht wohl fühlte. „Am Ende“, sagte der Sportdirektor, „war der Ring beim Doc am besten aufgehoben.“

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Ray Best, der Mannschaftsarzt des VfB, war also als Mensch gewordener Safe gefragt – was eine nicht unbedeutende Aufgabe war. Von einem Fußballabend ohne Ehering nach Hause zu kommen, ist schließlich nicht ganz ungefährlich. Was da alles hineininterpretiert werden kann . . . Doch die Geschichte ging ja gut aus.

Der VfB gewann, alle waren glücklich, der Brustring erstrahlte in neuem Glanz – und der Ehering beendete seine Wanderschaft dort, wo er hingehört: An der Hand seines Gefährten, am Finger von Mario Gomez.

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