Muss zuschauen: Nico Rosberg. Foto: dpa

Nico Rosberg fährt in der Formel 1 gar nicht mehr mit – und trotzdem setzt es für den Deutschen eine Strafe.

Stuttgart - Freunde des Rennsports, das muss man erst mal hinbekommen! Zwei Rennen Sperre, ohne im Auto gesessen zu haben – dem Ex-Weltmeister Nico Rosberg ist dieses Kunststück gelungen. Was er tun musste? Den Eintrittsregeln ins Heiligtum, das sie in der Formel 1 Fahrerlager nennen, einfach mal übergehen. Also überließ Rosberg beim Rennen in China einem Kumpel, der mal ein bisschen Promi-Luft schnuppern wollte, seine Weltmeister-Akkreditierung. Er wollte einem Freund die Gelegenheit geben, in letzter Minute zur Startaufstellung zu gehen, „und da habe ihm meinen Pass gegeben“, sagte Rosberg. Netter Zug. Doch bei derlei Täuschungsmanövern kennt die Formel 1 keine Gnade, das hätte schon zu Zeiten von Bernie Eccle­stone zu Strafen geführt.

Die Formel-1-Chefs von Liberty Media haben Rosberg deshalb für das Rennen am Sonntag in Baku und für den nächsten Grand Prix in Barcelona gesperrt. Rosberg sah es ein, entschuldigte sich artig – und möchte in vier Wochen in Monaco als Fernsehexperte nach verbüßter Strafe erneut dabei sein. Sein Kumpel, der arme Kerl, ist dann wieder Zaungast.

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