Karl-Heinz Rummenigge (re.): Abschiedsgeschenk für Präsident Uli Hoeneß. Foto: dpa/Peter Kneffel Foto:  

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Karl-Heinz Rummenigge und die Copy-and-Paste-Mitteilung des FC Bayern.

München - „Ich erwarte jetzt von der Mannschaft eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen.“ So stand das am 28. September 2017 in einer Pressemitteilung des FC Bayern München. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wurde damals zitiert nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti und nahm damit die Spieler in die Pflicht.

„Ich erwarte jetzt von unseren Spielern eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen.“ So stand das am 3. November 2019 in der Pressemitteilung des FC Bayern München. Sportdirektor Hasan Salihamidzic wurde so zitiert nach der Trennung von Trainer Niko Kovac und nahm damit die Spieler in die Pflicht.

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Nun wird über diese Copy-and-Paste-Affäre weder „Kalle“ noch „Brazzo“ stolpern, doch irgendwie lässt es Rummenigges Laden nicht gut dastehen. Schlechter Stil, das finden Fans und Kritiker des FCB in den sozialen Netzwerken. „Weltverein? Nein, null Respekt und Wertschätzung“ und „peinlich und respektlos“, heißt es. Oder: „Copy and Paste à la bonne heure.“

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Und natürlich erinnert man sich auch an die desaströse Pressekonferenz von Uli Hoeneß und Rummenigge vom Oktober 2018. Da wurde nicht nur das Grundgesetz mit Verweis auf die Würde des Menschen nach Artikel 1 bemüht, sondern in einem Rundumschlag Medienschelte betrieben. Rummenigge an die Adresse eines „tz“-Reporters: „Sagen Sie Ihrem Kollegen, Paste and Copy bei der ,Bild‘-Zeitung sei dann doch nicht die Erfüllung Ihres Jobs.“ Gut möglich, dass dieses Thema nun auch beim FC Bayern noch mal neu diskutiert wird.

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