Gibt Einblicke in sein Privatleben: Julian Nagelsmann Foto: dpa

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Fußball-Trainer Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim.

Sinsheim - Beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim haben die Pressekonferenzen seit ein paar Monaten erheblich an Unterhaltungswert gewonnen. Denn in jeder Medienrunde werden zwei Fragen von Fans gestellt, was auch deshalb erhellend ist, weil Julian Nagelsmann offen und ehrlich darauf antwortet.

So ist mittlerweile bekannt, dass der Hoffenheimer Trainer, wenn er nicht im Fußball beschäftigt wäre, am liebsten als Schreiner arbeiten würde („Das ist einer meiner Traumberufe – etwas aus Holz zu kreieren, ist spannend und faszinierend“). Dass er im Haushalt kräftig mit anpackt, nicht immer zur Freude seiner Frau („Ich bin unglaublich penibel, da kann ich sehr nervig sein“). Dass er gerne im Bio-Laden einkauft („zum Beispiel Allerlei-Brot“). Und dass er es ganz grundsätzlich enorm wichtig findet, sich gesund zu ernähren und dabei auch ans Tierwohl zu denken („Ich esse nicht viel Fleisch, und dass man bei manchen Metzgern 48 Sorten Gelbwurst kaufen kann, finde ich völlig überzogen“).

Diese kleine Auswahl zeigt, dass Nagelsmann durchaus bereit ist, mehr Einblicke in sein Privatleben zu geben als viele seiner Kollegen. Irgendwann ist allerdings auch bei ihm eine Grenze erreicht. Als nach dem 3:2-Sieg in den Niederlanden ein Journalist um eine Einschätzung zum deutschen Nationalteam bat, antwortete der 1899-Coach: „Ich werde echt zu jedem Scheiß gefragt.“

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