Florian Niederlechner ist immer für einen Torjubel gut. Foto: Baumann Foto:  

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: der Fußball-Profi Florian Niederlechner.

Stuttgart - Sportler sollten Vorbilder sein – im Idealfall. Auch wenn das nicht immer perfekt funktioniert, schon gar nicht bei den Profi-Fußballern, die gerne mal über die Stränge schlagen. Extrembeispiele sind der schon 2005 verstorbene George Best, der ebenso Alkoholprobleme hatte wie der noch lebende Paul Gascoigne.

Keine Angst – davon ist Florian Niederlechner weit entfernt, aber der Stürmer hat in puncto Ernährung gerade ein ganz anderes Geständnis abgelegt hat. Jugendsünden gewissermaßen. Vor zehn Jahren hätte der inzwischen 29-jährige Angreifer des FC Augsburg wenig auf seinen Karriereverlauf gewettet. Warum? „Ich habe am Tag fünf Latte macchiatos getrunken, am Nachmittag gab es immer einen Döner oder eine Pizza“, beichtete er. „Und wenn am Donnerstag irgendwo eine gute Party war, bin ich da auch noch weggegangen.“ Klingt nach Hobby-Fußballer, der nebenbei noch in der Bayernliga gekickt hatte: FC Ismaning, später immerhin Spvgg Unterhaching. Nach 18 Spieltagen der aktuellen Saison ist die „Skandalnudel“ mit zehn Toren und neun Vorlagen der viertbeste Scorer – der Bundesliga wohlgemerkt: Und sagt: „Dieser Weg ist schon Wahnsinn.“ Lesen Sie auch: Durchbruch im Breisgau

Vor allem mit diesem Lebenswandel. Dabei haben sich die Zeiten durchaus geändert, auch im Sport. Da gibt es inzwischen die Ernährungsgruppe „Top Athlets vegan“, die schon stolze 2500 Mitglieder hat. Darunter auch Fußballer wie Mats Hummels oder Luca Waldschmidt (SC Freiburg). Ob der seinen Breisgauer Ex-Kollegen Niederlechner überzeugen kann beizutreten? Dafür bekäme er dann zwar nicht die Torjäger-Kanone, aber vielleicht den deutschen Medizin-Preis.

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