Yi-Young Park von Türkgücü München gab an, von Waldhof-Fans rassistisch beleidigt worden zu sein. Foto: imago images/foto2press/Oliver Zimmermann

Das 4:4 im Drittliga-Spiel zwischen Waldhof Mannheim und Türkgücü München war ein echtes Fußballfest. Doch die Partie hatte vielleicht auch eine Schattenseite. Ein Spieler der Gäste erhebt schwere Vorwürfe gegen die Heimfans.

Mannheim - Der Südkoreaner Yi-Young Park von Türkgücü München ist während des Drittliga-Spiels beim SV Waldhof Mannheim (4:4) laut eigener Aussage rassistisch beleidigt worden. Er habe „von einigen Zuschauern Rassismus erfahren“, schrieb der 26-Jährige auf seinem Instagram-Profil. Der Deutsche Fußball-Bund kündigte daraufhin am Sonntag an, den Vorfall eingehend zu untersuchen. „Nach Vorlage des Sonderberichts durch den Schiedsrichter und dessen Sichtung wird der Kontrollausschuss seine Untersuchungen aufnehmen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Fred Kreitlow.

Die Mannheimer kündigten ebenfalls Aufklärungsarbeit an. „Hierzu sind wir bereits in Kontakt mit Polizei, Sicherheits- und Ordnungsdienst“, hieß es. Man stelle sich klar gegen jede Form von Rassismus. Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Partie kurzzeitig vom Schiedsrichter unterbrochen worden war. „Ich selbst habe von Rufen oder Beleidigungen nichts mitbekommen“, sagte Kompp. „Aber wir müssen jetzt natürlich schauen, wie wir da vorgehen. Selbstverständlich distanzieren wir uns davon.“ Laut DFB verlief das Spiel nach der Unterbrechung störungsfrei.

Park bezeichnete es als „sehr bedauernswert, dass einige Menschen es immer noch als nötig ansehen, jemanden so zu verletzen und die Fußballkultur zu beschädigen.“

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