Die Kreissparkasse hat die Spendenplattform initiiert. Foto: Horst Rudel

Die Plattform „gut-für-den-landkreis-esslingen.de“ schreibt eine Erfolgsgeschichte – und ist dennoch bisher vor allem ein Geheimtipp.

Esslingen - Die Beachvolleyballer des TV Hegensberg wollen ein neues, größeres Gerätehaus bauen. Dafür sind sie auch auf Spenden angewiesen – und die fließen bei diesem Projekt in nicht erwarteter Höhe. Denn wie mittlerweile rund 345 andere soziale Projekte und Vereine im Landkreis haben die Beachvolleyballer ihr Anliegen auf der Spendenplattform „gut-für-den-landkreis-esslingen.de“ vorgestellt und die Internet-Gemeinde um Unterstützung gebeten. 4500 Euro sind so binnen weniger Wochen zusammengekommen. Gerade einmal 800 Euro haben die Sportler in der gleichen Zeit mit Hilfe der üblichen Spendenakquise gesammelt.

Im November 2015 hat die Kreissparkasse (KSK) Esslingen-Nürtingen zusammen mit betterplace.org, der größten gemeinnützigen Online-Spenderplattform in Deutschland, die Aktion ins Leben gerufen. Knapp dreieinhalb Jahre später können der Vorstandsvorsitzende der KSK, Burkhard Wittmacher, und der Esslinger Landrat Heinz Eininger verkünden, dass auf diesem Weg mittlerweile mehr als eine Million Euro gespendet worden sind, wobei die KSK mit gelegentlichen Spendenverdopplungsaktionen einen wichtigen Beitrag zu dieser Summe geleistet hat.

Dass die Spendenplattform auf einem guten Weg ist, zeigt die Tatsache, dass die Spendensumme im vergangenen Jahr um 170 Prozent über der im Jahr 2017 lag. Dieser positive Trend setze sich auch deshalb fort, weil sich die Erfolgsgeschichte der Plattform mittlerweile herumspreche. Allerdings kommt es dabei durchaus auch auf die Eigeninitiative der Bewerber an, betont Burkhard Wittmacher. Während etwa der VfB Reichenbach 70 000 Euro für die Renovierung der Vereinsanlage und der TSV Kohlberg 50 000 Euro für einen neuen Kunstrasenplatz gesammelt haben, gebe es durchaus auch Projekte, die auf keine Resonanz bei den Spendern stießen. Die Nutzung der Plattform für die Vereine ist kostenlos. Es kommen also 100 Prozent der Spenden bei den Empfängern an. Die Kosten trägt die Kreissparkasse.

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