Kurz und knackig: Snoop Dogg auf der Freilichtbühne Killesberg in Stuttgart. Foto: Steffen Schmid

Snoop Dogg zeigt auf der Freilichtbühne Killesberg, warum er der lässigste Rapper weit und breit ist. Auch wenn sein sehr kurzer Auftritt in Stuttgart eher Party und Performance als Konzert ist.

Stuttgart - Die West Coast liegt heute Abend auf dem Killesberg. Menschen, die sich in der Sonne brutzeln ließen, kommen in Blumenkleidern und kurzen Hosen zum Konzert von Snoop Dogg. 4500 Fans können den Rapsuperstar am Dienstagabend sehen. Zumindest für knapp 50 Minuten. Hören können ihn noch mehr: Viele müssen draußen bleiben und haben es sich mit Picknickdecken im Höhenpark gemütlich gemacht. Hip-Hop Hurra!

Snoop Dogg gibt sein einziges Deutschlandkonzert in Stuttgart. Kommt er? Kommt er nicht? Das Buhei um sein Konzert war im Vorfeld groß. In München hatte er einen Auftritt als DJ abgesagt, und erschien in einer Diskothek in Untermeitingen. Das als „exklusives Deutschlandkonzert“ angekündigte Ereignis auf der Freilichtbühne Killesberg in Stuttgart war in nicht einmal 24 Stunden ausverkauft. Rekord.

Snoop Dogg kommt mit einer Stunde Verspätung

Kein Wunder. Snoop Dogg ist der lässigste Rapper weit und breit. Der lange Lulatsch lässt aber lange auf sich warten. Erst um 21.05 Uhr schreitet er die Treppen ins Rund hinunter.

Bekanntlich muss bereits um 22 Uhr Schluss sein auf dem Killesberg. Snoop Dogg bekommt viele seine Hits unter in den knapp 50 Minuten, in denen er da in Jogginghose, weißem T-Shirt, mit Sonnenbrille und dezentem Goldschmuck auf der Bühne steht. Dabei hat er eine Band, Tänzerinnen in Hotpants und glitzernden Bikinioberteilen. So viel Hip-Hop-Klischee muss sein. Leider aber hat er auf der Bühne nicht viel Zeit mitgebracht. Viele Lieder werden nicht ganz ausgespielt. Das alles ist eher Performance und Party als Konzert. Spaß macht es den Leuten trotzdem.

Es gibt wunderbare Songs wie etwa den Klassiker „Gin And Juice“, Katy Perrys „California Girls“ und den entspannten Zungenschnalzhit „Drop It Like It‘s Hot“. Nur eine Zugabe hat Snoop Dogg leider nicht eingeplant. Dafür erntet er Pfiffe und Buh-Rufe.

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