Im Jahr 2006 fuhr der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Salzgitter eine S-Bahn des Schienenfahrzeug-Hersteller Alstom Probe. Foto: Archiv/dpa

Sigmar Gabriel, früherer Bundesaußenminister und Vizekanzler, soll eine neue Aufgabe bekommen: Er wurde als Mitglied des Verwaltungsrats der geplanten deutsch-französischen Zug-Allianz Siemens Alstom vorgeschlagen.

München - Der frühere Bundesaußenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) soll in den Verwaltungsrat der geplanten deutsch-französischen Zug-Allianz Siemens Alstom einziehen. Gabriel wurde von Siemens als Mitglied des Gremiums vorgeschlagen, wie beide Unternehmen am Dienstagabend mitteilten. Er wurde demnach als unabhängiges Mitglied nominiert.

Die Aktionäre müssen der Nominierung der einzelnen Mitglieder noch zustimmen. Als früherer Bundeswirtschaftsminister hatte sich Gabriel für ein Geschäft zwischen Siemens und Alstom stark gemacht. Dies biete „große Chancen“ für Deutschland und Frankreich, hieß es 2014 aus dem damals von Gabriel geführten Bundeswirtschaftsministerium.

Zusammenschluss von Siemens und Alstom

Die geplante Fusion der Bahnsparte von Siemens mit dem französischen Zughersteller Alstom war im September bekannt gegeben worden; der Zusammenschluss soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein. Die Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen. Der neue Konzern Siemens Alstom wäre nach Volumen der zweitgrößte Bahnbauer weltweit und der größte Hersteller von Signaltechnik.

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