Mit den Temperaturen ist auch das Konfliktpotenzial in den Bädern gesunken. Foto:  

Die Leitung der Stuttgarter Bäder bewertet den Einsatz der Sicherheitskräfte in vier Freibädern positiv. Es steckt jedoch auch eine schlechte Nachricht in der Zwischenbilanz der Sicherheitslage.

Stuttgart - Die Zwischenfälle im Untertürkheimer Inselbad hatten Anfang der Badesaison Aufsehen verursacht. Einmal hatte dort ein Badegast im Streit einen Mitarbeiter in die Nase gebissen, anfang Juli dann kam es zu Tumulten, als eine Gruppe junger Männer sich dem Schwimmmeister entgegenstellte. Am heißesten Tag des Jahres hatte der versucht, zwei Jugendliche des Bades zu verweisen, weil sie gegen Regeln verstoßen hatten.

Um wieder für Ruhe auf den Liegewiesen und am Beckenrand zu sorgen, hat die Leitung der Bäderbetriebe reagiert und wie schon vor drei Jahren wieder Sicherheitskräfte in vier Stuttgarter Schwimmbädern eingesetzt – im Inselbad, im Höhenfreibad Killesberg, im Freibad in Möhringen und im Vaihinger Bad im Rosental. Die Lage habe sich seither beruhigt, heißt es nun auf Anfrage unserer Zeitung in einer ersten Bilanz.

In vier Bädern sind Sicherheitskräfte eingesetzt

Die Sicherheitskräfte seien an den Wochentagen zu den Tagesspitzenzeiten, also wenn die meisten Besucher da seien, und an den Wochenenden in den Freibädern unterwegs, sagt Jutta Silbereisen, die stellvertretende Sprecherin der Stuttgarter Bäderbetriebe. Die Aufgabe der Kräfte sei es, die Schwimmmeister so zu entlasten, dass diese sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. „Die Badegäste fühlen sich sicher“, fasst Silbereisen die Erfahrungen der zurückliegenden sechs Wochen zusammen.

Zu größeren Problemen und Übergriffen sei es seit dem ersten Juliwochenende nicht mehr gekommen, so die Sprecherin weiter. Selbst an Tagen mit rekordverdächtigen Besucherzahlen sei die Lage weitgehend ruhig und entspannt geblieben. Allerdings hätten Verstöße uneinsichtiger Badegäste gegen die Haus- und Badeordnung insgesamt gegenüber den Vorjahren leicht zugenommen. Man habe die Konflikte aber „stets pragmatisch vor Ort lösen können“.

Stand Freitag seien in diesem Jahr bereits 103 Haus- und Badeverbote in allen 16 Stuttgarter Schwimmbädern erteilt worden. 25 davon gingen an Badegäste des Inselbads. Zum Vergleich: Im Sommer 2018 erteilten die Bäder 86 Hausverbote, davon 33 in Untertürkheim. 2017 waren es insgesamt 127, im Jahr 2016 zählten die Bäderbetriebe 99 Hausverbote.

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