Sexuelle Belästigung Google ändert nach Protesten Umgang mit Vorwürfen

Von red/dpa 

Gegen Google wurde zuletzt massiv protestiert. Foto: FR34727 AP
Gegen Google wurde zuletzt massiv protestiert. Foto: FR34727 AP

Nach massiven Protesten aus den eigenen Reihen hat Google seine Unternehmenspolitik zum Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung geändert. Das teilte Google-Chef Sundar Pichai mit.

Mountain View - Der US-Internetriese Google ändert nach Mitarbeiterprotesten seine Firmenpolitik zum Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung. „In Zukunft werden wir transparenter mit Beschwerden und Bedenken umgehen“, versprach Google-Chef Sundar Pichai in einer am Donnerstag veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter. „Uns ist klar, dass wir einiges ändern müssen.“

Vor einer Woche hatten Tausende Angestellte aus Protest gegen den Umgang mit Sexismusvorwürfen im eigenen Unternehmen zeitweise die Arbeit niedergelegt. „Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit nicht immer alles richtig gemacht haben, und das tut uns aufrichtig leid“, bekräftigte Pichai nun in seinem Rundschreiben.

Der Google-Chef stellte einen „umfassenden Aktionsplan“ vor, durch den Angestellte besser unterstützt werden sollen. Zu den Maßnahmen zählten, die Mitarbeiter künftig selbst entscheiden zu lassen, ob Fälle von sexueller Belästigung vor privaten Schiedsgerichten ausgetragen werden. Zudem erweitere Google etwa ein verpflichtendes Training und biete „Live-Support“ bei Beschwerden und Bedenken an.

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