Der Bewohner Harald Kipke und die Deutsche-Bank-Mitarbeiterin Christine Schummer arbeiten gemeinsam während eines Social Days im Garten des Hans-Rehn-Stifts. Foto: Klein

Mitarbeiter der Deutschen Bank Stuttgart machen den Garten des Hans-Rehn-Stifts winterfest.

Stuttgart-Vaihingen - Im Innenhof des Hans-Rehn-Stifts herrscht an diesem Samstag ein geschäftiges Treiben. Der Garten wird winterfest gemacht. An einem Beet hockt Katrin Göpfert. Die 30-jährige Mitarbeiterin der Deutschen Bank entfernt eine vertrocknete Pflanze. „Nächstes Jahr können hier neue Blumen gepflanzt werden“, sagt sie. Göpfert arbeitet in der Abteilung Private Wealth Management, die wohlhabende Privatkunden betreut. Zusammen mit zwölf Kollegen leistet sie an diesem Tag auf dem Gelände des Seniorenheims ehrenamtliche Arbeit. Die Deutsche Bank nennt die Aktion Social Day. „Es geht darum, in der Freizeit als Team etwas unter sozialem Aspekt zu tun“, sagt Rainer Grähling, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank Stuttgart. „Weil es das Projekt gibt, sind unsere Mitarbeiter motiviert, sich einzubringen.“

Auch fünf Bewohner beteiligen sich an der Gartenarbeit. Sie und die Bankmitarbeiter schneiden Buchsbäume, entfernen Unkraut, stutzen Hecken und mähen Rasen. „Mir macht es Spaß, im Garten zu arbeiten, und die Stunden hier kann ich entbehren“, sagt Göpfert. „Meine Eltern und Schwiegereltern haben einen Garten. Daher kenne ich die Arbeit.“

Boule ist sehr beliebt im Hans-Rehn-Stift

Beim sozialen Marktplatz im Stuttgarter Rathaus kam der Kontakt zwischen der Deutschen Bank und Jens Eckstein, dem Leiter des Hans-Rehn-Stifts, zustande. „Ich bin erstaunt, wie schnell sie arbeiten“, sagt Eckstein. Würden die Bankmitarbeiter nicht helfen, müsste das Stift eine Firma beauftragen. „Das Geld, das wir dafür bezahlt hätten, kommt nun den Bewohnern zu Gute oder der Boulebahn.“ Es gibt zwar schon eine, doch der Sport sei sehr beliebt. „Wir stecken die Bahn heute nur ab und bauen sie im März.“ Grähling hat einen Scheck über 3000 Euro für die Boulebahn mitgebracht.

Auf der anderen Gebäudeseite schaut die Bankmitarbeiterin Christine Schummer die Bodendecker auf Unkraut durch. „Ich engagiere mich und mir macht die Gartenarbeit Spaß“, sagt die 39-Jährige. Einen Meter weiter schneidet der 77-jährige Harald Kipke einen Zweig eines Buschs ab, damit er im Frühjahr austreiben kann. Er ist gelernter Gärtner und genießt es, mit den Berufstätigen ins Gespräch zu kommen. In der Pause hat sich Schummer mit einem Hausbewohner unterhalten. „Der Mann hat mir erzählt, dass er 70 ist und seit 42 Jahren nicht beim Arzt war. Er sagte, Sport und Gartenarbeit seien wichtig.“

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