Der Fernsehkorrespondent Jörg Armbruster ist vor wenigen Wochen im syrischen Aleppo nur knapp dem Tod entronnen. Jetzt stürzt sich der Nahost-Experte des SWR wieder in die Arbeit. Foto: Leif Piechowski

Der Fernsehkorrespondent Jörg Armbruster ist vor wenigen Wochen im syrischen Aleppo nur knapp dem Tod entronnen. Jetzt stürzt sich der Nahost-Experte des SWR wieder in die Arbeit.  

Stuttgart – Der langjährige und zuletzt schwer verletzte Nahost-Korrespondent der ARD, Jörg Armbruster, hat ausgeschlossen, wieder nach Syrien zu reisen. „Die Verletzung hat mich innerlich beschädigt. Ich denke über vieles neu nach“, sagte der 65-Jährige den Stuttgarter Nachrichten. Trotz intensiver Behandlung durch die Ärzte und viel Krankengymnastik hätten die Mediziner ihm aber klar gemacht, dass er bleibende Schäden an der Hand behalten wird. Ende März war Armbruster in der syrischen Stadt Aleppo von einem Heckenschützen beschossen und schwer verletzt worden. Die Kugel durchschlug den Unterarm und drang in den Bauch ein. Nur durch eine rasche Notoperation konnte sein Leben gerettet werden.

Nach dem Attentatsversuch schilderte er in zahlreichen Talk-Shows und Interviews die dramatischen Minuten, nun plant er seine Rückkehr ins journalistische Alltagsgeschäft. Demnächst werde er für ein Projekt über den Nahen Osten, das er zusammen mit dem Israel-Korrespondenten Richard Schneider vom Bayerischen Rundfunk in Angriff genommen hat, in den Libanon, nach Jordanien und Ägypten reisen. „Journalismus kann man nicht vom Schreibtisch machen. Man muss hinfahren“, so„Journalismus kann man nicht vom Schreibtisch machen. Man muss hinfahren.“

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