Der Vergnügungspark im Rems-Murr-Kreis kündigt für den kommenden Sommer eine weltweit einzigartige Achterbahn an. Zuerst geht es auf 25 Meter Höhe, dann im Zickzack nach unten – nicht die einzige Neuheit in diesem Jahr.

Kaisersbach - Diese Weltneuheit wird schon beim ersten Anblick für reichlich Bauchkribbeln sorgen“, beschreibt der Pressesprecher des Schwabenparks, Marcel Bender, das neue Fahrgeschäft, das im Sommer in dem Vergnügungspark bei Kaisersbach eröffnet werden soll. Das Besondere an der neuen Achterbahn: die Gondeln werden seitlich an einer Schiene angebracht sein. Hinaufgezogen auf fast 25 Meter Höhe, geht es dann wie in einer Murmelbahn im Zick-Zack-Kurs in die Tiefe. Die Fahrgäste fühlten sich dabei teilweise wie im freien Fall, erklärt Marcel Bender. Er ist überzeugt, dass die „Wilde Hilde“, wie das neue Fahrgeschäft getauft wurde, vor allem echte Achterbahnkenner in den Park locken wird.

Start zu Beginn der Sommerferien

Rücken an Rücken können pro Fahrt jeweils vier Personen 40 Sekunden lang die 100 Meter lange Strecke hinuntersausen. Wenn der Bauzeitplan eingehalten wird, könnte die „Wilde Hilde“ zum Start der Sommerferien den Betrieb aufnehmen. Zuvor muss der Prototyp eines Schweizer Herstellers aber erst noch vom TÜV abgenommen werden. Kommt alles wie geplant, werden Kinder schon von vier Jahren an in Begleitung eines Erwachsenen mitfahren können.

Ursprünglich sollte die neue Attraktion in Erinnerung an den Gründer des Schwaben Parks, Sieghard Hudelmaier, Sieghards Hühnerstall heißen. Das klang den Verantwortlichen dann aber doch „irgendwie zu hart“, erzählt Marcel Bender, und so habe man sich für die „Wilde Hilde“ entschieden. Den heutigen Geschäftsführern Guido und Thomas Hudelmaier ist die neue Attraktion insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro wert. Damit können sie diese aber vorerst auch exklusiv in ihrem Park anbieten.

Der „total verrückte Hühnerstall“, wie die Bahn auch genannt wird, ist indes nicht die einzige Neuerung, die die Besucher in der kommenden Saison erwartet. So wird etwa die etwas in die Jahre gekommene Wildwasserbahn zu ihrem 20. Geburtstag modernisiert und verlängert. Die eigentliche Neuerung aber sei der erweiterte Wartebereich, betont Marcel Bender. Um den Fahrgästen die teils lange Wartezeit zu verkürzen, habe man gemeinsam mit der Firma Stihl eine Art informatives Sägewerk gestaltet, in dem die kleinen und großen Besucher viel über Bäume, Holz und die weitere Verarbeitung lernen könnten, während sie auf ihren Baumstamm warten, der sie in die Tiefe stürzt.

Fette Ami-Schlitten statt Gokart

Schweren Herzens habe man sich auch von der Gokart-Bahn verabschiedet, da aus Sicherheitsgründen immer nur wenige Fahrzeuge gleichzeitig dort fahren konnten und somit ebenfalls längere Wartezeiten entstanden seien. Stattdessen wird auf dem Gelände jetzt eine interaktive Autowelt entstehen, bei der auch kleinere Besucher ganz im Stil der Fünfzigerjahre „fette Ami-Schlitten durch die Gegend kutschieren können“, wie Marcel Bender erzählt.

Am 24. März will der Schwaben Park in Kaisersbach-Gmeinweiler wieder seine Pforten öffnen. Bis dahin sei noch einiges zu tun, sagt der Pressesprecher. Die Bauarbeiten für die „Wilde Hilde“ sollen dann im April beginnen.

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