In Stuttgart ist der Heißhunger auf Schokolade groß. Foto: dpa

Von der Tafel über die Praline bis zum Riegel – 248 Sattelschlepper voll mit Schokolade essen die Stuttgarter pro Jahr. Auch andere Lebensmittel wurden in größeren Mengen konsumiert.

Stuttgart - Die Stuttgarter sind richtige Schleckermäulchen: 5950 Tonnen Schokolade essen die Menschen aus der Schwabenmetropole pro Jahr – was 248 Sattelschlepper voll mit dem süßen Genussmittel entspricht, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. Jeder Stuttgarter isst somit statistisch gesehen 9,5 Kilo Schokolade innerhalb eines Jahres.

Die Menschen aus der Schwabenmetropole liegen damit im deutschlandweiten Trend – denn die Bundesrepublik belegt laut dem Schokoladen- und Süßwarenverband in der Europäischen Union, was den jährlichen Schokoladen-Konsum anbelangt, den ersten Platz in Europa. Hier sind es sogar 11,69 Kilogramm Schokolade, die jeder deutsche Bürger durchschnittlich im Jahr verputzt. Knapp dahinter liegen die Schweiz (10,19 Kilo pro Kop) und Norwegen (9,41 Kilo pro Kopf). Das Schlusslicht bildet Bulgarien – dort isst ein Mensch im Schnitt nur 1,36 Kilo Schokolade im Jahr.

Lebensmittelbranche ist drittgrößter Industriezweig in Deutschland

Auch zum Konsum von anderen Genuss- und Lebensmitteln hat die NGG Stuttgart nun Zahlen vorgelegt: Beim Käse waren es 15.280 Tonnen, die in der Landeshauptstadt verspeist wurden – 24,5 Kilo pro Einwohner. Und beim Bier wurden 649.000 Hektoliter im Jahr getrunken (104 Liter pro Kopf).

Rund 1780 Arbeitsplätze hängen in Stuttgart laut Arbeitsagentur an der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln. „Die Branche ist aber nicht nur regional ein Schwergewicht. Nimmt man den Umsatz, ist sie der drittgrößte Industriezweig in Deutschland“, sagt Hartmut Zacher von der NGG Stuttgart.

Die NGG warnt allerdings, dass Schokolade zu billig werden könnte. Weniger als 70 Cent für eine Tafel Marken-Schokolade sei nicht machbar, so Zacher. Der Preis gehe auf Kosten von fairer und umweltgerechter Produktion. Die NGG appelliert daher an die Verbraucher, nicht nur auf den Preis zu achten.

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