Die präparierten versteinerten Wirbel und Knorpel eines prähistorischen Riesenhais werden an ihrem Fundort, einer Kiesgrube, präsentiert. Bei dem etwa zehn Meter langen Tier handele es sich vermutlich um ein Exemplar der Gattung Cetorhinus maximus Foto: Markus Scholz/dpa

Ein seltener Fund ist einem Grabungsteam des Lübecker Museums für Natur und Umwelt gelungen: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben in der Tongrube Groß Pampau im Kreis Herzogtum Lauenburg erstmals Reste eines rund elf Millionen Jahre alten Riesenhais entdeckt.

Groß Pampau - Einem Grabungsteam des Lübecker Museums für Natur und Umwelt ist ein seltener Fund gelungen: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben in der Tongrube Groß Pampau erstmals Reste eines rund elf Millionen Jahre alten Riesenhais entdeckt. Bei dem etwa zehn Meter langen Tier handele es sich vermutlich um ein Exemplar der Art Cetorhinus maximus, sagte Grabungsleiter Gerhard Höpfner.

Gefunden wurden ein Wirbel mit einem Durchmesser von 18 Zentimetern, eine Reihe sogenannter Reusenzähne aus den Kiemenbögen des Hais sowie Reste vom Knorpelskelett des Riesenfisches. „In dieser Knorpelmasse haben wir auch etwa 1000 Zähne von Dornhaien und anderen Haien gefunden, die sich vermutlich an dem Kadaver gütlich getan haben“, sagte Höpfner.

Riesenhaie schwimmen bis heute durch die Weltmeere

Seit mehr als 30 Jahren finden die Hobbyforscher immer wieder Millionen Jahre alte Skelette von Walen, Robben und anderen Meerestieren in der Kiesgrube. Das Skelett eines Riesenhais war bisher noch nie darunter. Grund für die besonderen Funde an diesem Ort ist eine geologische Besonderheit: Hier liegt der ehemalige Meeresboden der Ur-Nordsee nur wenige Meter unter der Erdoberfläche.

Noch heute existieren Riesenhaie. Mit einer Körperlänge bis zu zehn Metern und einem Gewicht bis zu rund vier Tonnen sind sie nach dem Walhai der zweitgrößte bekannte Fisch der Erde. Wie der Walhai ernährt sich auch der Riesenhai von Plankton.

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