Die Streuobsternte ist 2019 weitaus schlechter verlaufen als im Vorjahr. Foto: dpa/Patrick Seeger

Im Vergleich zum Vorjahr kostet ein Apfel momentan dreimal so viel. Das liegt an einer außergewöhnlich schlechten Streuobsternte, teilt der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie mit. In Baden-Württemberg liegen die Gründe dafür im Jahr 2018.

Stuttgart - Der Apfel ist das beliebteste Obst Deutschlands, sagt der Deutsche Bauernverband auf ihrer Website. Doch wegen einer außergewöhnlich schlechten Streuobsternte kosten Äpfel aktuell bis zu dreimal mehr als noch im Vorjahr, teilte der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Fruchtsaftindustrie, Klaus Heitlinger, mit. Er sprach von der vermutlich schwächsten Streuobsternte seit knapp 30 Jahren. Für 2019 rechne er bundesweit mit einem Ertrag von 200.000 Tonnen Streuobst. Zum Vergleich: 2018 kalkulierte der Verband noch mit 1,1 Millionen Tonnen.

Auch Rolf Heinzelmann, Geschäftsführer des baden-württembergischen Landesverbandes für Obstbau, Garten und Landschaft, teilt die düsteren Aussichten für 2019. Den primären Grund dafür sieht er in Baden-Württemberg bei der ausgesprochen guten Ernte vom Vorjahr. 2018 habe es einen extrem großen Überhang an Streuobst gegeben, wodurch sich die Bäume zu sehr verausgabt hätten. Wegen der Last seien außerdem einige Äste abgebrochen. Bei manchen Streuobstarten habe das fast zum Totalausfall geführt.

Hauptsaison bereits vorüber

Ungewöhnlich sind derartige Schwankungen nicht, sagt Heinzelmann: „Das gibt es immer wieder. Diesmal ist es aber schon krass.“ Die Streuobsternte findet für dieses Jahr demnächst ein Ende – die Hauptsaison ist schon seit einiger Zeit vorüber.

Weitere Gründe für die schlechte Streuobsternte sehen Sie in diesem Video:

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