Das Spielwarenhaus Kurtz hat eine lange Tradition und eine wechselvolle Gesichte. Die Dachgesellschaft von Kurtz, die Kanz Financial Holding, hat Insolvenz beantragt. Das trifft auch Kurtz. Foto: dpa/Thomas Niedermüller

Das lange am Stuttgarter Marktplatz ansässige Traditionsunternehmen Spielwaren Kurtz gehört zur Kanz-Gruppe, die vor allem Modelabels für Kinder und Jugendliche vertritt. Kanz kämpft seit 2017 mit Schwierigkeiten.

Stuttgart - Das Traditionshaus Spielwaren Kurtz in Stuttgart ist von der Insolvenz der Kanz Financial Holding (KFH) in Pliezhausen betroffen. KFH hält diverse Modelabels für Kinder und die Spielwarensparte mit Build A Bear und Spielwaren Kurtz. Kurtz selbst betriebt einige Filialen, zum Beispiel in Leonberg. „Wir sind bereits geschwächt in die Krise gegangen“, zitiert das Fachblatt Textilwirtschaft KFH-Geschäftsführer Harald Hepperle, der am Donnerstag nicht erreichbar war.

Die jüngste verfügbare Bilanz von KFH weist seit 2014/2015 stark rückläufige Umsätze aus. Damals beschäftigte die Gruppe 533 Mitarbeiter, überwiegend in Teilzeit. 2017 legte Kanz ein Restrukturierungsprogramm auf und verschaffte sich im März als „wesentliche Finanzierungsquelle“ über die Landesbank als Konsortialführerin einen 50 Millionen-Euro-Kredit mit dreijähriger Laufzeit. In der Folge verlor Kanz Lizenzen namhafter Marken, schloss Läden und reduzierte auf angeblich 220 Mitarbeiter. Insolvenzverwalter ist Tobias Wahl von Ancor Rechtsanwälte.

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