Im Robert-Bosch-Krankenhaus wurden bei einer Patientin Krebszellen durch eine Infusion lichtempfindlich gemacht und danach mit Laserlicht verbrannt. Foto: Achim Zweygarth - lichtgut

Die Therapie sei deutlich schonender als eine Chemotherapie, die immer auch gesunde Zellen zerstöre: Mit einer neuen Methode hat das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus einen bösartigen Tumor zerstört.

Stuttgart - Mit einer neuen Methode hat das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus einen bösartigen Tumor im Gallengang beseitigt. Dabei wurden die Krebszellen durch eine Infusion lichtempfindlich gemacht und danach mit Laserlicht verbrannt, teilte die Klinik am Montag mit. Diese Therapie sei deutlich schonender als eine Chemotherapie, die immer auch gesunde Zellen zerstöre, erläuterte Chefarzt Jörg G. Albert.

Patientin für Chemotherapie zu schwach

Angewandt wurde die Methode an einer 73-jährigen Patientin, bei der Krebs im Gallengang diagnostiziert worden war. Der Tumor war bereits so groß, dass er den Fluss der Galle behinderte. Für einen chirurgischen Eingriff hatte sich das Geschwür zu weit ausgebreitet, und für eine Chemotherapie war die Frau zu schwach.

Die Patientin musste nach dem Eingriff rund zwei Wochen in einem abgedunkelten Zimmer verbringen, weil auch ihre Hautzellen durch den Eingriff sehr lichtempfindlich wurden und bei Sonneneinstrahlung sofort verbrannt wären. Schmerzen habe sie nach der eineinhalb Stunden dauernden Operation keine gehabt, hieß es in der Mitteilung weiter. (2036/17.09.2018)

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