Die Baustelle auf der Rheintalbahn bei Rastatt. Foto: dpa

Der erneute Hohlraum über der Tunnelbaustelle unter der Rheintalbahn wird mit Beton gefüllt, sagt ein Bahnsprecher – und äußert sich auch zum Zustand des Tunnels.

Rastatt - Nach einer Bodenabsenkung über dem neuen Rastatter Bahntunnel wird ein Hohlraum im Boden mit Beton gefüllt. Zuvor hatten Arbeiter bei Straßenbauarbeiten eine Absenkung des Untergrunds bemerkt. Der Tunnel für die neue Rheintalbahn in rund zehn Metern Tiefe sei aber völlig intakt, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstag. Die genaue Größe des Hohlraums sei nicht bekannt. Sondierungen in der unmittelbaren Umgebung hätten ergeben, dass der Untergrund dort stabil sei. Die Bodenabsenkung neben einer Kreuzung im Norden der Stadt sei bei Arbeiten zur Verdichtung des Untergrunds entstanden und habe einen Durchmesser von rund 70 Zentimetern und eine Tiefe von 60 Zentimetern gehabt. Die Ursache der Absenkung war zunächst nicht bekannt.

Im vergangenen Sommer hatte es rund drei Kilometer entfernt beim Bau des Tunnels in Rastatt eine schwere Panne gegeben. Wasser und Erdreich waren in die Röhre fünf Meter unterhalb der bestehenden Bahnlinie eingedrungen, die Schienen senkten sich. Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung war vom 12. August bis zum 2. Oktober 2017 gesperrt. Ein Bauunternehmen arbeitet zurzeit daran, den Abschnitt der Röhre, der damals zur Stabilisierung mit Beton gefüllt worden war, wieder freizulegen. Auch die riesige Tunnelbohrmaschine war einbetoniert worden.

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