An der Baustelle des Bahntunnels finden bei Niederbühl Arbeiten statt. Dort haben sich Bahngleise abgesenkt. Zur Stabilisierung der abgesenkten Gleise an der Rheintalbahn wurde der Rastatter Tunnel auf 150 Metern mit Beton befülltt. (Archivfoto) Foto: dpa

Die Bahn will ein halbes Jahr nach den Absacken des Gleisbetts eine Betonsperre aus dem Rheintalbahn-Tunnel entfernen. Auf den Bahnverkehr sollen die Arbeiten keine Einfluss haben.

Rastatt - Ein halbes Jahr nach der schweren Panne beim Bau des Tunnels für die neue Rheintalbahn in Rastatt will die Bahn eine 2000 Kubikmeter große Betonsperre entfernen. Sie war im vergangenen August als Notmaßnahme in die Röhre gegossen worden, nachdem Wasser und Erdreich in die unterirdische Baustelle eingedrungen waren und sich die Gleise der darüberliegenden Bahnstrecke abgesenkt hatten. Die Arbeiten sollen am Montag beginnen, aber keinen Einfluss auf den Bahnverkehr haben - und bis Anfang Mai dauern, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dazu werde ein Bagger mit einem speziellen Schneidkopf eingesetzt.

Wie es anschließend weitergeht, sei noch nicht entschieden. Im Bereich der Tunnelbaustelle unterhalb der Bahntrasse steckt die riesige Tunnelbohrmaschine fest. Der gesamte Bereich war mit Beton aufgefüllt worden, um ihn zu stabilisieren. Die Sperre sollte den kaputten vom intakten Teil des Tunnels trennen, um eine Ausweitung der Schäden zu verhindern.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd- Verbindung war im vergangenen Sommer vom 12. August an sieben Wochen lang zwischen Baden-Baden und Rastatt gesperrt. Der Abschluss des Tunnelprojekts soll sich nun um zwei Jahre bis 2014 verzögern. Bisher sind weder die Ursache des Unglücks noch die Schadenshöhe bekannt.

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