Bei dem Polizeieinsatz kam auch ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. Foto: dpa

In einem Fastfood-Restaurant in Bietigheim-Bissingen geht ein Anruf ein, der Mann gibt sich als Polizist aus und teilt mit, dass eine Bombe gefunden worden sei. Das Gebäude wird evakuiert.

Bietigheim-Bissingen - Mutmaßlich einen üblen Scherz hat sich am Donnerstag ein unbekannter Mann in Bietigheim-Bissingen erlaubt und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Gegen 16.30 Uhr hatte in einem Fastfood-Restaurant in der Stuttgarter Straße das Telefon geklingelt – eine Angestellte nahm ab. Der Anrufer gab sich als Beamter der Polizei Ludwigsburg aus und teilte mit, dass in der Nähe eine Bombe gefunden worden sei. Zur Sicherheit sollten alle im Schnellrestaurant anwesende Personen im Gebäude bleiben. Es würde eine Polizeistreife vorbeigeschickt.

Der Mann habe akzentfreies Deutsch gesprochen, sagt die Polizeisprecherin Yvonne Schächtele. Die im Display angezeigte Nummer des Anrufers habe aus dem Ausland gestammt. Über das Internet könne man sich leicht eine andere Rufnummer zuweisen lassen, erklärt sie. „Deshalb erhoffen wir uns keinen großen Erfolg, wenn wir sie zurückverfolgen.“

Die Schichtleiterin wird misstrauisch

Weil die Schichtleiterin des Fastfood-Restaurants in Bietigheim misstrauisch wurde, antwortete sie dem Anrufer, dass sie die Polizeiverständigen werde – der Mann legte daraufhin kommentarlos auf. Uniformierte sowie zivil gekleidete Polizisten überprüften in der Folge die Umgebung. Sie stellten jedoch nichts Verdächtiges fest. Gegen 17.10 Uhr wurde das Schnellrestaurant gleichwohl geräumt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwölf Mitarbeiter sowie 32 Gäste im Gebäude. Ein Sprengstoffspürhund suchte anschließend das Restaurant und die Umgebung ab. Er schlug allerdings nicht an: Es wurde keine Bombe gefunden.

Gegen 17.35 Uhr konnte das Schnellrestaurant wieder seinen Betrieb aufnehmen. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

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