Rund 3000 Ludwigsburger müssen am Samstag vermutlich ihre Wohnung verlassen. Ein möglicher Zufluchtsort ist das Residenzschloss. Foto: factum/Granville

In Ludwigsburg wurde ein verdächtiger Gegenstand im Boden entdeckt. Sollte es sich tatsächlich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, müssen zu deren Bergung 3000 Menschen ihre Wohnung verlassen. Ein warmes Plätzchen gibt es für sie: im Residenzschloss.

Ludwigsburg - Die mögliche Evakuierung der Ludwigsburger Südstadt am kommenden Samstag hat auch ihr Gutes. Die Schlossverwaltung hat bekannt gegeben, dass die Museen im Residenzschloss am 12. Januar keinen Eintritt erheben werden – damit die rund 3000 Menschen, die dann ihre Wohnung verlassen müssen, an diesem Tag einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen können. Der kostenlose Eintritt gilt für das Keramikmuseum, die Barockgalerie und das Carl-Eugen-Appartement, die am Samstag jeweils von 10 Uhr an geöffnet sind. Man wolle den Menschen in dieser Situation „mit unseren Möglichkeiten helfen“, sagt Stephan Hurst, der Schlossverwalter.

Bei Bauarbeiten war kürzlich am Holzheizkraftwerk im Süden von Ludwigsburg unweit der Bahngleise ein Metallgegenstand gefunden worden – es besteht der Verdacht, dass es sich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Am Freitag soll das Objekt freigelegt werden. Erst dann wird sich zeigen, ob eine Evakuierung notwendig wird oder nicht.

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