Voller Sound vor prächtiger Kulisse: Auch im nächsten Jahr könnte der Steinbruch Bayer oberhalb von Stetten Schauplatz eines spektakulären Events sein. Foto: Hans-Dieter Wolz

Der große Erfolg der „Meilensteine der Rockmusik“ mit riesigem Zulauf und Spitzenstimmung an beiden Tagen verlangt eine Wiederholung. Das stellt jedenfalls Kernens Bürgermeister Stefan Altenberger in Aussicht.

Kernen - Noch einmal war die Stimmung im Steinbruch Bayer am Sonntagabend prächtig, als Rockband und klassisches Orchester sich vereinten, um große Hits in neuem Gewand zu präsentieren. Wieder waren die „Meilensteine der Rockmusik“ mit Siggi Schwarz and Friends und dem 80-köpfigen Daimler-Sinfonieorchester von 800 oder mehr offenkundig begeisterten Menschen besucht. Die Rock-Knaller aus den vergangenen 50 Jahren kamen hervorragend an. Drei Zugaben reichten dem Publikum am Sonntag nicht. Dieses hatte es längst von den Sitzen gerissen, und ein Großteil klatschte und tanzte direkt vor der Bühne. Eine vierte Zugabe musste sein. Das sagt alles.

Bürgermeister Stefan Altenberger versprach am Schluss erneut vor Publikum, bereits im nächsten Jahr eine Fortsetzung der Konzerte im freigeräumten Felsenrund hinter dem Lager der Baustoffwerke Bayer zu veranstalten.

Im nächsten Jahr gibt es eine Fortsetzung der Konzerte im freigeräumten Felsenrund. Foto: Hans-Dieter Wolz
Firmenchef Jörg Bayer schien am Ende dieses gelungenen Abends nach einem offenbar weitgehend problemlosen und disziplinierten Ablauf schon eher geneigt als am Vorabend, sein Gelände im Wald oberhalb von Stetten noch einmal zur Verfügung zu stellen und die aufwendigen Vorarbeiten nochmals mit seinen Mitarbeitern und weiteren Helfern durchzuziehen. Da kam gleich wieder Vorfreude auf. Ob sich die Gemeindeverwaltung nochmals um Gianna Nannini bemüht, was für 2019, wie es heißt, noch nicht vereinbar mit deren Tourplanung war, wird sich zeigen.

Der Erfolg im Steinbruch ist umso größer zu werten, als das Remstal während seiner Gartenschau nicht gerade arm an zugkräftigen Veranstaltungen ist. Alle paar Rems-Kilometer, manchmal auch etwas abseits, trifft der Wanderer in diesen Tagen auf eine bereitstehende Bühne. Am Samstag zum Beispiel zog das Remstal-Jazzfest auf den Mühlwiesen in Großheppach mit der SWR Big Band Besucher an, und in Winterbach war der Ortskern gerammelt voll mit überwiegend jungen Leuten, als das Hofbräu-Regiment einheizte. Wer sich nach dem frühen Musikschluss vor Einbruch der Dunkelheit im Steinbruch in Stetten noch in ein Auto setzen wollte, schaffte es noch zum Riesenfeuerwerk des Brunnenfests. Die Gartenschau versprüht vielerorts ihren farbigen Charme.

Auch schon zum zweiten Mal fand am Samstag das Kinderfest unter dem Motto „Unendlich kerniges Kinderreich“ statt. Es war sehr gut besucht, resümiert die Gemeindeverwaltung. Diesmal war der Spielparcours auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus und im Bürgergarten in Rommelshausen aufgebaut.

Foto: Hans-Dieter Wolz
Die Spielstationen hatten Teams der örtlichen Kindertageseinrichtungen anlässlich der Remstal-Gartenschau 2019 auf die Beine gestellt. Der „Bienenparcours“, das „Stachelstechen“, ein Theaterstück von der Bienenkönigin oder Bastelaktionen sorgten für einen kurzweiligen Nachmittag. Das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein, gespielt von den Schauspielern des Galli Theaters Backnang, rundete das Fest ab.

Die Reihe der Aktionen zur Gartenschau setzt sich in Fellbach fort. Auf dem Kunststückle des Kunstvereins an der Esslinger Straße zwischen Pflanzen Kölle und Minigolf-Anlage richtet sich das Angebot „Lernort Natur“ vom 10. bis 12. Juli besonders an Schulklassen, Kindergärten und Familien mit Kindern. Thomas von Künsberg Sarre stellt Präparate der einheimischen Tierwelt mit dem Lernort-Natur-Anhänger des deutschen Jagdverbandes vor. Die Kinder lernen spielerisch Fuchs und Hase, Waschbär, Dachs und Rebhuhn kennen sowie viele Tiere, die scheu, nachtaktiv oder im Stadtgebiet nicht mehr angetroffen werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen sind noch Termine frei – am Donnerstagnachmittag, 11. Juli, und Freitag, 12. Juli. Anmeldung bei Thomas Künsberg Sarre, Telefon 0176 / 10 09 70 45, E-Mail thomas.kuensberg@apofaktur.com; oder Renate Herrmann, Telefon 0162 / 2 87 12 74, E-Maildr.herrmann@herrmann-projektbau.de.

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