Maskottchen Remsi winkt über den üppigen Blumenring im Kubus beim Bürgerhaus hinweg den Zuschauern zu. Foto: Nicklas Santelli Foto: Nicklas Santelli

Der „Blumige Kubus“, der Bürgergarten und die Remstal-Station beim Dichterblick sind eingeweiht worden. Sie machen Appetit auf wiederholte Besuche, Wanderungen zur Aussichtspunkten und zwei weitere Blumenschauen.

Kernen - Alle Farben sind in einem üppigen Blütenreichtum vertreten, sorgfältig und geschmackvoll sind sie in einem Blumenring mit Stangen und Töpfen zusammengestellt: Als Appetitanreger auf die weiteren Blumenschauen in Kernen kann der am Sonntag eingeweihte Blumenkubus beim Bürgerhaus mit Erfolg dienen. Monatlich wechseln die Ausstellungen, verspricht Bürgermeister Stefan Altenberger.

Vom Kubus bis zum Pfarrkeller locken dann die Blumengebinde

Im würfelförmigen Zelt beginnt die Reihe mit dem „blumigen Farbenspiel“ des Floristen David Gerber aus Kirchheim/Teck. Der Eintritt ist kostenlos, was bei den noch folgenden größeren Blumenschauen nicht immer so sein wird. Als blumiges Erntefest in der Glockenkelter kündigt Altenberger wieder eine Sibylla-Tafel an. Diese wird vom 1. bis 13. Oktober voraussichtlich nur gegen Eintrittsgeld oder mit Remstalcard zugänglich sein. Zuvor noch heißt es vom 26. August bis 9. September in Rommelshausen „Mauern werden lebendig.“ Vom Kubus bis zum Pfarrkeller locken dann die Blumengebinde.

Vom Regen blieben die gut besuchten Einweihungen in Kernen auch an diesem Wochenende verschont. Die Gewitter kamen später. „Das Wetter spielt mit, was will man mehr“, sagt Stefan Altenberger. So war es auch am Samstag, als eine Tanzgruppe von „Fun and Dance“ aus Waiblingen im Rathaus-Innenhof auftrat, und auch am Sonntag auf Stettens Höhen.

„Was für eine Aussicht!“ sagte Bürgermeister Stefan Altenberger

„Herrlich, an jedem Eck ein neuer Ausblick“, sagte eine Bürgerin staunend, als sie am Sonntag am Rastplatz Raubern und Glitzer nach kurzem Spaziergang ab dem „Dichterblick“ oberhalb von Stetten ankam. Das Plätzchen ist mit Bänken und Hängematte verschönert worden. Solche Sitzgelegenheiten fehlen am „Dichterblick“ bei der Remstal-Station, dem stilisierten Wengerter-Häuschen der Berliner Star-Architekten Kuehn Malvezzi.

„Was für eine Aussicht!“, sagte Bürgermeister Stefan Altenberger auch dort, als er den kleinen offenen Bau aus Lärchenholz, eine von 16 architektonisch gestalteten Bauwerken in den Gartenschau-Städten und -Gemeinden, am so genannten „Dichterblick“ einweihte. Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart und Chef der Regionalversammlung, Thomas Bopp, gratulierte: „Die traumhafte Landschaft wird durch Architektur in ihrer Tiefe noch besser begriffen, viel mehr erlebbar.“

Muffins und Kräuter zur Einweihung des Bürgergartens

Vielfältig ist die Station nutzbar, sagt der Schultes. Als Unterstand bei Regen hat das Häusle schon am Wochenende bei einer Besichtigung den Delegationen aus den Partnerstädten gute Dienste geleistet. Es eignet sich allerdings auch für Lesungen wie Karl Rüdiger Marion mit Gedichten von Autoren bewies, deren Geburts- oder Wirkungsstätten man von dort oben sehen – oder auch nur ausmachen kann.

Muffins und Kräuter zur Einweihung des Bürgergartens.

Ralf Zacherl eröffnete mit Bürgermeistergattin Gisela Altenberger die Freiluft-Kochsaison im neuen Bürgergarten in Rommelshausen. Zacherl hat mit Gisela Altenberger am Samstag vielen hungrigen Kindern und auch einigen Erwachsenen ein gesundes Frühstück gemacht. Der Schultes selbst lobte den Bürgergarten, „der ist viel mehr ist als ein einfacher Garten und nicht zubetoniert wurde, wie Kritiker befürchtet haben“. Stefan Altenberger fand den Spielplatzbereich mit Kletterlandschaft und stilisiertem Schiff und Freiluftküche gelungen, vor allem aber sei das Gelände immer zugänglich für die Bürger. „Und eines unserer Ziele zur Remstal-Gartenschau 2019 war es, nachhaltige Orte der Begegnung zu schaffen. Wir wollen die Menschen zusammenzubringen.“

Am Abend zuvor hatte Ralf Zacherl mit dem Stettener Sternekoch Joannis Malathounis 80 Feinschmeckern im Bürgerhaus ein Vier-Gänge-Menü kredenzt

„Die Teilchen sehen ein bisschen aus wie Maden“, sagte Ralf Zacherl, grinste spitzbübisch und hielt einem Mädchen eine Kostprobe vom selbst gemachten Puffreis hin. Die Kleine griff zu: „Schmeckt.“ Ein guter Koch muss alles können. Am Abend zuvor hatte Ralf Zacherl mit dem Stettener Sternekoch Joannis Malathounis 80 Feinschmeckern im Bürgerhaus ein Vier-Gänge-Menü kredenzt. Es gab unter anderem konfierten Bachsaibling mit „grüner“ Sauce, geschmorte Ochsenschulter und Olivenöl-Schokolade mit Waldmeisterrahmeis. Nun stand er neben der Frau von Kernens Bürgermeister in der Freiluft-Küche, lauschte dem Chor des Kindergarten Regenbogens und bereitete Muffins ohne Zucker und Puffreis zu. Gisela Altenberger und Ralf Zacherl waren ein gutes Team, spielten sich Dinkel-Vollkornmehl, Naturjoghurt und Datteln gekonnt zu. „Wir haben schon vor 20 Jahren beruflich in einem exklusiven Ferienressort in Djerba miteinander gearbeitet“, verriet die Ernährungsberaterin.

Der ehemalige Ländergarten, der 2000 bei einem großen Jugendtreffen gestaltet worden war, ist nun ebenfalls Teil des Bürgergartens geworden. „Die Türme von Masvingo und St. Rambert, das Wappen von Dombóvár und die Brücke von St. Pierre wurden erneuert und haben im Gelände einen würdigen Platz gefunden“, sagte Stefan Altenberger. Davon überzeugten sich die Delegationen aus den Partnerstädten, die zur Einweihung gekommen waren. Kräuter aus ihrer Heimat brachten sie für die Pflanzbeete der Outdoor-Küche als Gastgeschenke mit.

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