Noch knapp zwei Wochen locken die 40 fantasievollen Blumenarrangements der Meisterfloristen aus Hohenheim; ­Motto: „Sei frech, wild und wunderbar!“. Foto: Patricia Sigerist

Schweinchen Hillary begeistert im Freien ebenso wie die florale Kunst in der Halle.

Fellbach - Was für eine Attraktion für Jung und Alt: Während vor der Schwabenlandhalle vor allem Familien und deren Sprösslinge ganz begeistert juchzten, war drinnen im Kultur- und Kongressgebäude vor allem die etwas erfahrenere, gediegene, der Ästhetik zugewandte Generation anzutreffen. Der Treffpunkt Foyer, als Bestandteil der aktuellen Remstal-Gartenschau noch einige Zeit in Fellbach zu Gast, hat so manch Amüsantes zu bieten – so am Sonntag den Streichelzoo draußen und die Blumenkreationen der Hohenheimer Floristenmeisterschüler in den Sälen.

Gemütlich blinzelnd liegt währenddessen in der Sonne ein Wiederkäuer – die 480 Kilo schwere Minikuh Momo

Unter den Zeltplanen auf der Wiese des Guntram-Palm-Platzes gibt es ausreichend Schatten für die Hauptakteure wie ihre Bewunderer. 16 Tiere hat Hans-Jürgen Rhein von seinem Erlebnisbauernhof im Odenwald nach Fellbach mitgebracht – und der kleine mobile Streichelzoo bietet einige Besonderheiten.

Die Kuh Momo war einer der Lieblinge vom Streichelzoo. Foto: Patricia Sigerist
Beispielsweise Schweinchen Hillary, das ab und zu mal aus dem Gatter raus darf, wo es mit seinem Lieblingsfutter (Äpfeln) bei Laune gehalten wird. „Die ist treu und läuft nicht weg“, ist Rhein zurecht überzeugt. Gemütlich blinzelnd liegt währenddessen in der Sonne ein Wiederkäuer – die 480 Kilo schwere Minikuh Momo scheint das ganze Treiben rundherum kein bisschen zu jucken. Ganz anders die beiden Riesenkaninchen Renate und Gabi und natürlich das Antwerpener Zwerghuhn Agathe – sie wird, weil Jahrgang 2014, von Hans-Jürgen Rhein als „Rentnerhuhn“ bezeichnet und darf über Kinderarme stolzieren.

Auf dem Weg in die Schwabenlandhalle reicht die Zeit noch für einen kurzen Abstecher zu den Tischen der Kräuterpädagoginnen Baden-Württemberg.

„Sei frech, wild und wunderbar“ lautet das Motto der Blumenausstellung der Hohenheimer Floristenmeisterschüler

Dann hinein in die Räume Hesse und Mörike, wo die Exponate nicht so ausgiebig von der Sonne verwöhnt, sondern eher im Dunkeln platziert sind. „Sei frech, wild und wunderbar“ lautet das Motto der Blumenausstellung der Hohenheimer Floristenmeisterschüler. 40 farbenfrohe Arrangements sind zu bestaunen, die sich alle irgendwie mit Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf beschäftigen. Mal sind deren typische Ringelsöckchen aufgehängt, mal interpretiert eine der Meisterschülerinnen bekannte Pippi-Sprüche, etwa: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefallt.“ Schade allerdings, dass nirgendwo die Namen der Floristen zu finden sind, und auch wenigstens minimale Erklärungen samt Hintergründen zum jeweiligen Exponat sucht man vergebens.

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