Auch Remsi schaut beim Schaugarten beim Rathaus in Fellbach vorbei. Foto: Patricia Sigerist

Zahlreiche Bürger feiern mit OB Gabriele Zull den Schaugarten beim Rathaus in Fellbach. Kunst und Kugelbahn ziehen zahlreiche Besucher in Stetten im Remstal an.

Fellbach/Kernen - Ob Schauweinberg oder Streuobstwiese, ob Bienenhotel oder Gärtnerbeete, ob Haus- oder Rosengarten – der Schaugarten auf dem Kirchplatz in Fellbach zieht die Menschen, wenn sie in der Rathausgegend vorbeikommen oder wenn, wie am Samstag und Sonntag, eine Veranstaltung in den Innenhof der Verwaltungsstätte lockt. „Das ist ein Kleinod und großes Gemeinschaftswerk“, rief Oberbürgermeisterin Gabriele Zull am Samstag aus, als der Schaugarten kurz nach dem Start der Remstal-Gartenschau noch sein eigenes Eröffnungsfest und besseres Wetter bekam.

Es zeigt, auf welche Weise die freie Flur in Fellbach für die Menschen genutzt wird

Die Obst- und Gartenbauvereine, die Landfrauenvereine in Fellbach und Oeffingen, der Verein der selbstständigen Gärtner, die Weingärtner und Baumschulen und alle anderen Beteiligten konnten sich und ihr Werk vorstellen: Es zeigt, auf welche Weise die freie Flur in Fellbach für die Menschen genutzt wird.

Das Gemeinschaftswerk der Betriebe und Vereine soll, wie die Oberbürgermeisterin bekräftigte, nicht wie ursprünglich geplant, nach der Remstal-Gartenschau abgebaut werden, sondern auch danach noch das Auge der Menschen, die vorbeikommen, erfreuen. „Wir werden für die Eisbahn beim Weihnachtsmarkt einen anderen Platz finden“, versprach sie. „Es wird sie weiterhin geben. Wir kriegen’s hin.“ Denn diese Gemeinschaftsschau weist über die Remstal-Gartenschau hinaus auf das ehrenamtliche Engagement, auf das Fellbach stolz sein kann: „Was wäre die Stadt ohne ihre Bürger und Vereine? Ohne Euch wäre die Stadt nichts.“ Der Schaugarten zeige den Bürger die Wurzeln der Stadt, sagte Gabriele Zull. „Fellbach ist vor allem in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Gärtnerstadt gewesen mit über 60 Gartenbaubetrieben.“

Die Besucher trieb es unter die Buden-Dächer

Gabriele Zull verwies auf eine Ausstellung im Stadtmuseum in Fellbach, die dies illustriert. Es sei der gute Boden des Schmidener Felds gewesen, der sie unter anderem angezogen hat. Dessen seien sich die Fellbacher bis heute bewusst: „Deshalb kämpfen wir so um unseren guten Boden“, sagte die Oberbürgermeisterin, ohne ausdrücklich Bezug zu nehmen auf den geplanten Nord-Ost-Ring, der dies teilweise zerstören soll, wenn es nach manchen Politikern geht.

„Wir haben uns jedenfalls mächtig gesteigert beim Wetter gegenüber der Gartenschaueröffnung“, sagte die Oberbürgermeisterin, kurz bevor am Samstag doch noch ein Gewitter der Stadtkapelle die Noten nass machte sowie die Besucher unter die zahlreichen Schirme und Aussteller unter ihre Buden-Dächer trieb.

Kunst und Kugelbahn ziehen zahlreiche Besucher an

Die Holzkugeln rollen schnell auf ihrer Bahn – nun ist die Gartenschau-Attraktion in einem großen Fest von vielen eifrig mitmachenden Kindern eingeweiht worden. Der Andrang hat trotz der Sperrung der Steigstraße auf den schmalen Wegen zum Sängerheim häufig zu kitzligem Begegnungsverkehr unvernünftiger Autofahrer und des Shuttlebusses geführt. Im Schlosshof Stetten bot der Künstlermarkt „Kuckmal“ des Vereins Kukuk viel Kunst und ein gutes Bühnenprogramm.

Die bunt illustrierte Geschichte der Gemeinde wird auf dem Künstlermarkt vorgestellt.

Die Geschichte der beiden Ortsteile Kernens wird in einer Folge von Jahreszahlen erzählt, aber auch veranschaulicht durch bunte Illustrationen in einem Leporello, einem Faltbuch. Während des Künstlermarkts im Schlosshof Stetten haben Andreas Stiene (am Mikrofon) und Bürgermeister Stefan Altenberger (Mitte) das frisch gedruckte Werk vorgestellt. Es ist für 9,90 Euro im Rathaus in Rommelshausen und in der Verwaltungsstelle in Stetten zu erhalten.

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