Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer ist gegen Frauen im Priesteramt. Foto: dpa

Als Reaktion auf den Kirchenstreik kritisierte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer die „Gender-Ideologie“ und sprach sich entschieden gegen die Zulassung von Frauen zum katholischen Priesteramt aus.

Ingolstadt/Regensburg - Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich entschieden gegen die Zulassung von Frauen zum katholischen Priesteramt ausgesprochen. „Jesus hat bewusst nur Männer als Apostel berufen, als Stammväter des neuen Israel, die ihn dann zu vergegenwärtigen hatten auch im christlichen Kult“, sagte er in Ingolstadt bei einem Gottesdienst zur Eröffnung eines Kongresses des konservativen Forums Deutscher Katholiken. Der Text der Predigt vom Freitag wurde auf der Homepage seines Bistums veröffentlicht.

Tausende Frauen bei „Maria 2.0“ beteiligt

Voderholzer kritisierte eine „Gender-Ideologie“: „Die grundsätzliche Infragestellung der in der Schöpfung gegebenen Bezogenheit von Mann und Frau aufeinander“ habe „erhebliche“ anthropologische und theologische Folgen.

Im Mai hatten sich bundesweit mehrere Tausend Frauen am Kirchenstreik „Maria 2.0“ beteiligt. Sie kritisierten männliche Machtstrukturen in der katholischen Kirche und den Umgang mit dem sexuellen Missbrauch. Außerdem forderten sie den Zugang zu den Weiheämtern.

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