Ein Gaststättenbetreiber aus Ludwigsburg hat offenbar illegale Glücksspiele veranstaltet (Symbolbild). Foto: dpa/Norbert Försterling

Die Polizei erwischt bei einer Razzia am Ostersonntag 18 Personen in einer Gaststätte. Den Tipp hatte sie von einem anonymen Anrufer bekommen. Bei der Durchsuchung finden die Beamten jede Menge belastendes Material.

Ludwigsburg - Ein anonymer Hinweisgeber hat die Polizei in Ludwigsburg auf die Spur eines Wirtes gebracht, der offenbar unerlaubt Glücksspiele veranstaltet hat. Am Ostersonntag gegen 7 Uhr war ein entsprechender Anruf bei der Polizei eingegangen, Beamte aus Ludwigsburg und Kornwestheim umstellten die Gaststätte im Süden der Stadt und klopften gegen die verschlossene Tür. Obwohl von drinnen Stimmengewirr ins Freie drang, öffnete niemand. Nachdem sich die Beamten als Polizisten zu erkennen gegeben und mehrfach um Einlass gebeten hatten, brachen sie die Tür schließlich auf.

In mehreren Räumen hatten sich eine 44-jährige Frau und 17 Männer im Alter von 39 bis 66 Jahren versteckt, darunter auch der 55-jährige Betreiber der Gaststätte. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten eine größere Anzahl Kartons mit bis zu 60 Spielkartensets, mehrere Kartons mit jeweils etwa 20 Pokerkoffern sowie Bargeld und weitere Koffer mit Jetons.

Die Kriminalpolizei hat den Fall übernommen

Nachdem die Gaststätte geschlossen worden war, durchsuchte die Kriminalpolizei die Räume ein weiteres Mal. Dabei fanden die Beamten neben weiteren Jetons, Karten und Pokersets auch einen vierstelligen Bargeldbetrag.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glückspiels gegen den 55 Jahre alten Wirt. Seine Gäste müssen mit einer Anzeige wegen der Beteiligung am Glückspiel sowie wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen.

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