Die Paternoster sind nach einer Zwangspause wieder im Betrieb. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Nach einem Unfall im Herbst standen die Paternoster im Stuttgarter Rathaus still. Mit verbesserten Sicherheitshinweisen laufen sie seit Mittwoch nun wieder. Für Großveranstaltungen gibt es eine Sonderregel.

Stuttgart - Und sie bewegen sich doch wieder: die Paternoster im Stuttgarter Rathaus. Zur Freude der Mitarbeiter und der Besucher können die Umlaufaufzüge wieder benutzt werden. Die Verwaltung hat dafür bei den Sicherheitsvorkehrungen noch einmal nachgebessert. So sollen fortan bei Großveranstaltungen mit vielen Besuchern Sicherheitskräfte am Einstieg darauf achten, dass alles ordnungsgemäß abläuft – denn durch Fehler beim Verlassen oder Besteigen der Kabinen, die nie stillstehen, kann es zu Unfällen kommen. „Das Stuttgarter Rathaus ohne seinePaternoster ist nur schwer vorstellbar“, sagte der Erste Bürgermeister Fabian Mayer, als sie am Mittwoch wieder gestartet wurden.

Nach einem Unfall werden die Aufzüge gestoppt

Im Herbst hatte die Stadtverwaltung die Paternoster stillgelegt. Damit reagierte man auf einen Unfall, bei dem eine Frau einen Knochenbruch erlitten hatte. Sie soll infolge eines Fehlers beim Einsteigen gestürzt sein. „Fast ausschließlich passieren Unfälle bei Paternostern durch Fehler der Benutzer“, sagt ein Sprecher der Stadt. Damit die häufigsten Fehler vermieden werden, sei die Beschilderung an den Aufzügen verbessert worden. An der Trennwand in der Mitte zeigen Piktogramme, wer sie nicht nutzen darf. Schilder an der Wand neben den Kabinen erläutern auf Deutsch und Englisch, was zu beachten ist. Die Sicherheitsleute sollen bei großem Andrang – etwa beim Tag der offenen Tür im Rathaus – dafür sorgen, dass alle die Regeln beachten und nicht etwa in Kabinen springen, die schon ein halbes Stockwerk höher oder tiefer gefahren sind.

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