Gruppenbild mit OB Fritz Kuhn (Dritter von links) und Mitte-Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle (Vierte von links) Die Sternsinger im Rathaus Foto: Lg/Leif Piechowski

Die Erwachsenengruppe von St. Eberhard war erstmals im Rathaus. Die frohe Botschaft von Bethlehem verbanden sie mit der Bitte um eine Spende für ein Dorfschulprojekt in Indien.

Stuttgart - Normalerweise sind die Sternsinger kleine Könige, die im Dienste dieser katholischen Kinderhilfsaktion Spenden für arme Kinder in anderen Weltteilen sammeln. Dieses Jahr aber hatte in der Domgemeinde St. Eberhard auch erstmals eine Gruppe von sechs erwachsenen Sternsingern zusammengefunden, zwischen 24 und 68 Jahren alt. Eine Premiere, zu der sich gleich eine weitere fügte, denn die drei Weisen aus dem Morgenland gingen samt Sternenträgerin und Begleitung nicht wie gewohnt von Haustür zu Haustür, sondern trugen ihr Anliegen auch erstmals ins Stuttgarter Rathaus und darüber hinaus in den Landtag und in einige Ministerien.

Ungewöhnliches Bild und ungewöhnliche Töne

Die gekrönten Häupter in königlichen Gewändern sorgten so im Rathausfoyer, wo sie von Veronika Kienzle, der Bezirksvorsteherin Stuttgart-Mitte, empfangen wurden, für ein ungewöhnliches Bild und ungewöhnliche Töne, als sie das Lied „Heller Stern in der dunklen Nacht“ anstimmten. Die frohe Botschaft von Bethlehem verbanden sie mit der Bitte um eine Spende für ein Dorfschulprojekt in Indien. „Damit Kinder gleiche Chancen haben. Hier und auf der ganzen Welt.“ Kienzle bedankte sich für den Besuch und betonte: „Wir teilen Ihr Anliegen.“ Der Grundgedanke sei, „global zu denken und lokal zu handeln“. Ein Aspekt, den auch Oberbürgermeister Fritz Kuhn unterstrich, der an seinem freien Tag zufällig vorbei kam – und gleich eine Einladung für 2019 aussprach.

Als Caspar, Melchior und Balthasar an Kuhns und Kienzles Dienstzimmern den klassischen Segenswunsch angebracht hatten, wurde deutlich, wie willkommen ihnen die Gelegenheit war, sich als Erwachsene für den guten Zweck zu engagieren. „Ich war zehn Jahre mit meinen Kindern unterwegs und habe gesehen, wie wichtig die Sternsinger es nehmen, sich für arme Kinder einzusetzen. Wenn man genau hinschaut, sieht man, wie arm arme Kinder anderswo sind und wie hart sie Kinderarbeit betrifft“, erläuterte Silke Prinz-Weiler ihr Engagement für die Sternsinger und fügte hinzu: „Das sollten wir nicht akzeptieren, Deshalb mache ich hier mit.“ Und die Gemeindereferentin Ursula Mühlbauer stellte zu ihrem Mitwirken fest: „Fürs Sternsingen ist man niemals zu alt!“

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