Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang hatten Anfang Juni Auschwitz besucht und ein Blumengebinde an der Todeswand in der KZ-Gedenkstätte niedergelegt. (Archivfoto) Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang ein. Ihre Texte seien nicht strafbar. Die Echo-Verleihung an die beiden Musiker hatte zum Aus der Preisverleihung geführt.

Berlin - Im Streit um Antisemitismusvorwürfe gegen die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang hat die Justiz die Musiker entlastet und ihre umstrittenen Textzeilen als nicht strafbar eingestuft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf seien eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Samstag.

Gegen die beiden Musiker waren Strafanzeigen gestellt worden. Kollegah und Farid Bang wird im Zusammenhang mit ihrem Album „JBG3“ Gewaltverherrlichung, Frauenfeindlichkeit und auch Antisemitismus vorgeworfen. Trotzdem wurden sie Mitte April mit dem Echo-Musikpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung sorgte für viel Protest und Empörung, zahlreiche renommierte Künstler gaben ihre eigenen Preise zurück.

Nach dem Skandal um die Auszeichnung der beiden Rapper wurde schließlich Ende April bekannt, dass der Musikpreis abgeschafft wird. Der Echo sei durch die Geschehnisse „so stark beschädigt“ worden, dass ein „vollständiger Neuanfang“ nötig geworden sei, erklärte der Bundesverband der deutschen Musikindustrie damals dazu.

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