Die provisorischen Radwege auf innerstädtischen Straßen wurden während der Corona-Krise gut angenommen. Foto: Leif Piechowski

Die Stadt zieht eine zufriedene Bilanz der provisorischen Radwege, die in Stuttgart während der Corona-Krise in der Theodor-Heuss-Straße und der Holzgartenstraße eingerichtet worden sind. Die Pop-up-Bike-Lane auf der Theo entfällt ab Oktober trotzdem wieder. Darüber freut sich zumindest ein OB-Kandidat.

Stuttgart - Die Verwaltung wird die als Versuch angelegte Verbreiterung des vorher bestehenden Radfahrstreifens an der Theodor-Heuss-Straße zurücknehmen. Der Versuch läuft am 4. Oktober aus. Die Markierung der Pop-up-Bike-Lane wird im Laufe des Oktobers entfernt. Zugleich sollen der Radfahrstreifen reaktiviert und die Situation für den Radverkehr verbessert werden.

Zugleich wertete die Stadtverwaltung den Verkehrsversuch mit zwei temporären Radfahrstreifen in Stuttgart-Mitte während der Corona-Zeit als Erfolg. Die beiden Spuren in der Theodor-Heuss-Straße und der Holzgartenstraße, die weiter Bestand haben soll, seien von Radlern tausendfach genutzt worden. Die Leiterin der Abteilung Straßenverkehr und der Verkehrsbehörde, Susanne Scherz, erläuterte im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag, warum der Streifen auf der Theo nun wieder entfällt: „Ein derart verbreiteter Radverkehrsstreifen stört den Verkehrsfluss erheblich – dies geht insbesondere zu Lasten des ÖPNV.“

Der OB-Kandidat Frank Nopper (CDU) begrüßte den Wegfall umgehend: „Dieser Pop-up-Radweg ist ein Musterbeispiel dafür, wie man Fahrradwege nicht machen sollte. Er beginnt für die Radfahrer urplötzlich und endet im Nichts.“ Nopper möchte den Radverkehr stattdessen überwiegend auf Nebenstraßen stattfinden lassen – strikt getrennt vom Autoverkehr.

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