Leonardo DiCaprio (li.) und Brad Pitt im Trailer zum neuen Tarantino-Film Foto: Sony

Bislang ist Mitte August als Starttermin für den neuen Film von Quentin Tarantino geplant. Nun ist der erste Trailer im Netz. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt erleben das Hollywood der späten Sechziger.

Hollywood - Das würden gerne alle so hinbekommen: das Hollywoodstudio Sony hat gerade den ersten Trailer zu Quentin Tarantinos kommendem Spielfilm „Once upon a Time in Hollywood“ ins Netz gestellt, und das Teil macht Lust auf mehr. Mit Margot Robbie, Leonardo DiCaprio und Brad Pitt in den Hauptrollen erzählt Tarantino vom Fernsehschauspieler Rick Dalton (DiCaprio) und dessen Stunt-Double Cliff Booth (Pitt), die in einer im großen Umbruch befindlichen Traumfabrik des Jahres 1969 zurechtkommen müssen.

Momentan ergehen sich die Tarantino-Fans in wilden Spekulationen, wie nahe am echten Wahnsinn der Sechziger der Film sein wird: Margot Robbie spielt nämlich Sharon Tate, die in der Realität von der Aussteigerbande des dämonischen Hippie-Gurus Charles Manson ermordet wurde. Gewalt, Verbrechen und Typen völlig neben der Spur sind bekanntlich Grundbausteine des Tarantino-Universums. Andererseits pflegt der Regisseur ein unverkrampftes Verhältnis zu historischen Fakten: In „Inglourious Basterds“ von 2009 gelingt es einer Truppe jüdischer US-Kommandosoldaten, Hitler bereits 1944 zu liquidieren.

Gespannte Filmindustrie

Als der damals 31-jährige Tarantino 1994 „Pulp Fiction“ vorlegte, galt er nicht nur als der angesagteste Regisseur Hollywoods. Er wurde mal ehrfürchtig, mal hoffnungsfroh, oft aber auch entsetzt als die personifizierte Zeitenwende gesehen. Eine ganze bisherige Art des Filmemachens sei vorbei, etwas neues sei in der Stadt, hieß es in Hollywood, als sei „Pulp Fiction“ ein Entwicklungssprung wie der Tonfilm oder die Computeranimation.

Ganz so wild ist es dann zwar nicht gekommen, aber eines ist gewiss: Tarantino liebt Filme, aber vor allem Trash, Abseitiges, Exotisches und die Arbeiten der B-Movie-Dutzendregisseure, in deren Werk er viele verborgene Qualitäten zu erkennen meint. Mit dem offiziellen Hollywood und dem eher biederen Oscargewinner-Kanon früherer Epochen kann er nicht so arg viel anfangen. In der Filmindustrie dürfte also mancher gespannt sein, wie Tarantino in „Once upon a Time in Hollywood“ das Filmbusiness der Sechziger präsentiert. Vorerst haben wir nur einen Trailer, aber wie gesagt: der weckt Vorfreude.

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