Über mehrere Stunden blockierten die Aktivisten die Zufahrt zum Kohlekraftwerks in Mannheim. Foto: dpa

Rund 100 Menschen sind am Samstag auf das Gelände eines Kohlekraftwerks in Mannheim eingedrungen und hatten über Stunden die Zufahrt blockiert.

Mannheim - Die Blockade von Klimaaktivisten des Bündnisses „Ende Gelände“ am Kohlekraftwerk Mannheim ist am Samstagabend friedlich beendet worden. Es habe beim Abzug der rund 100 Menschen keinerlei Zwischenfälle gegeben, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Auch die Abschlusskundgebung in der Innenstadt sei friedlich verlaufen.

Die Aktivisten waren am frühen Samstagmorgen in das Areal des Kohlekraftwerks in Mannheim eingedrungen und hatten stundenlang auch die Zufahrt zu dem Meiler blockiert. Einige waren auf ein Förderband gelangt, um den Kohlenachschub zu einem der Blöcke zu unterbrechen. Mit der Aktion wollten die Aktivisten nach Angaben eines Sprechers des Bündnisses ein Zeichen gegen den CO2-Ausstoß der Anlage setzen.

Umweltschützer hatten in der Vergangenheit immer wieder den Betrieb des gigantischen Meilers kritisiert, das Kraftwerk als „Klimakiller“ bezeichnet - und vergeblich dagegen geklagt. Betreiber sind die drei Energiekonzerne RWE (Essen), EnBW (Karlsruhe) und MVV (Mannheim). 2015 ging der 1,2 Milliarden teure Block 9 ans Netz. Er hat eine Leistung von knapp 2150 Megawatt.

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