Gerhard „Gerry“ Grimme gibt bei „FameMaker“ für seine Tochter alles. Foto: ProSieben/Willi Weber

Gerhard Grimme hat in der neuen Show „FameMaker“ die erste Runde überstanden. Jetzt hofft er auf eine Teilnahme im Finale – auch um die Zuschauer von sich zu überzeugen.

Stuttgart - Bei der neuen, von Stefan Raab produzierten, ProSieben-Musikshow „FameMaker“ geht es nicht unbedingt darum perfekt zu singen, sondern mit seiner Performance zu überzeugen. Das liegt daran, dass die Teilnehmer unter einer 3,1 Tonnen schweren, schalldichten Glaskuppel auftreten. Die Jury, die sogenannten „FameMaker“, entscheiden anhand der Performance, ob sie die Kandidaten gut finden, oder nicht. In der Jury sitzen die Comedians Luke Mockridge, Carolin Kebekus und Teddy Teclebrhan. In vier Sendungen dürfen sie sich insgesamt zwölf Performer in ihr Team holen, vier davon kommen ins Finale. Auch ein Stuttgarter hat die Chance, dieses Ziel zu erreichen.

Der Tochter eine Freude machen

Gerhard Grimme trat in der ersten Sendung auf und konnte „FameMaker“ Teddy Teclebrhan von sich überzeugen. Der 60-jährige Schwabe lebte 33 Jahre lang in Stuttgart, bis es ihn auf die Schwäbische Alb verschlug, wo er nun im Naturwaren-Großhandel tätig ist. Mit der Teilnahme an der Show wollte er vor allem seiner Tochter eine Freude machen. „Sie schwärmt immer so von Luke Mockridge und da habe ich gedacht, bewerbe ich mich mal. Außerdem hatte ich sowieso gerade Urlaub und die Sendung war da ein guter Zeitvertreib“, so Grimme. Es war das erste Mal, dass er auf einer so großen Bühne stand. Sonst singe er ständig im Alltag und hin und wieder vor Freunden.

Große Nervosität vor dem Auftritt

Auch deshalb war er vor seinem Auftritt im Fernsehen ziemlich nervös und das, obwohl er aus seiner Zeit als Fallschirmjäger Momente, die den Puls steigen lassen, eigentlich gut kennt. „Die Aufregung hinter der Bühne war definitiv vergleichbar mit dem ersten Fallschirmsprung“, sagt der Schwabe. Mit fortschreitender Zeit vor dem Mikrofon sei die Nervosität aber verflogen. Unter der Kuppel gab der 60-Jährige „Glorious“ von Andreas Johnson zum Besten. Ein Song, der ihm nach eigenen Angaben nicht unbedingt lag. Als Teclebrhan nach knapp einer Minute den Hebel zog und damit die Glaskonstruktion öffnete, schauten sich auch die Coaches erstaunt an. Mit seiner teilweise sehr hohen Stimmlage ist der Schwabe allerdings selbst nicht zufrieden: „Ich habe es mir danach nochmal angeschaut und dass es so übel war, hätte ich nicht gedacht.“

Singen, Performen und Charisma haben

Auch seine Freunde in der Heimat hatten mit seiner Performance ihren Spaß. Sie seien vor Lachen auf dem Tisch gelegen und hätten ihn gefragt, ob Helium in der Glaskuppel war. „Sie wissen ja, dass ich normalerweise besser singe“, meint Grimme. Davon habe er in der Zwischenzeit auch seinen Coach überzeugen können. Schließlich hat er die erste Hürde überstanden und bereitet sich jetzt auf ein mögliches Finale vor. Um die „FameMaker“ aber überhaupt erst dazu zu bewegen den Hebel zu ziehen, sei vor allem die Ausstrahlung wichtig: „Es kommt unter der Kuppel ein bisschen aufs Singen, ein bisschen aufs Performen, ein bisschen aufs Aussehen, aber vor allem aufs Charisma an.“

Hoffen auf ein mögliches Finale

Dass er weiterkam, habe ihn trotzdem erschrocken, denn eigentlich wollte er nur einmal ins Fernsehen. Jetzt will er aber unbedingt ins Finale. Von den zwölf Teilnehmern dürfen nur vier noch einmal auftreten. Zwei davon werden vom eigenen Coach bestimmt, zwei von den anderen Juroren. „Gerry“, wie Grimme genannt wird, hofft, einer dieser ausgewählten Performer zu sein. Er wolle sich damit selbst rehabilitieren: „Ich kann jetzt sowieso nichts mehr verlieren und freue mich darauf. Wenn ich tatsächlich im Finale singen darf, dann sehen auch die Zuschauer, dass ich was kann.“

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