Bei der Vorstellung eines Busses als mobile Corona-Teststation in Ulm scannt ein Arzt in Schutzkleidung ein Teststäbchen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ein Bus soll an Schulen, Pflegeheimen und bei Unternehmen halten, um Menschen direkt vor Ort auf das Coronavirus zu testen. Das Ergebnis aus dem Bus soll innerhalb eines Tages vorliegen.

Neu-Ulm - Der Testbus rollt an: In Neu-Ulm ist am Montag ein Bus vorgestellt worden, der als mobile Corona-Teststation dienen soll. In den kommenden Monaten kann er an Schulen, Pflegeheimen oder bei Unternehmen Station machen, um direkt vor Ort zu testen.

Das Unternehmen Daimler Buses hat den Linienbus der Marke Setra nach eigenen Angaben in vier Wochen in Neu-Ulm umgebaut und nun an das Unternehmen Huber Group verliehen. Huber betreibt bereits Corona-Teststationen und verspricht mit dem Bus eine „schnellere und individuellere Reaktion auf lokale Ausbruchsgeschehen“. Das Testergebnis aus dem Bus soll innerhalb eines Tages vorliegen.

Patienten mit Infektzeichen werden untersucht

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) setzt bereits auf einen Bus: Der Medibus der Deutsche-Bahn-Tochter DB Regio ist zunächst im von besonders vielen Corona-Infektionen betroffenen Landkreis Berchtesgadener Land eingesetzt worden, am vergangenen Wochenende war er in Augsburg stationiert. Patienten mit Infektzeichen werden dort untersucht und - wenn es als notwendig angesehen wird - auf Corona getestet. Damit entlaste man die bestehenden ambulanten Versorgungsstrukturen in der Region, erläuterte ein Sprecher.

Ende Oktober hatte MAN ein Diagnostikfahrzeug präsentiert, das in der Optik eines Krankenwagens als mobiles Labor fungiert und Testergebnisse binnen einer Stunde liefern soll. Einsatzgebiete seien regionale Hotspots, Unternehmen oder auch Pflegeheime, hatte MAN mitgeteilt.

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