Prinzessin Caroline von Monaco in Hildesheim: Prinzessin Caroline von Monaco kämpft im Landgericht in Hildesheim öffentlich um die Ehre ihres Mannes. In dem Verfahren geht es um eine zehn Jahre zurückliegende angebliche Attacke von Ernst August Prinz von Hannover auf einen Discobesitzer in Kenia. Foto: dpa

Prinzessin Caroline sagte als Zeugin in einem Verfahren aus, in dem es um eine angebliche Attacke ihres Mannes, Ernst August Prinz von Hannover, auf einen Discobesitzer in Kenia geht.

Hildesheim - Prinzessin Caroline von Monaco (52) hat am Mittwoch als Zeugin vor dem Landgericht Hildesheim ihren Mann verteidigt. In dem Prozess um eine Attacke von Ernst August Prinz von Hannover (55) gegen einen Disco-Besitzer in Kenia bestätigte die Prinzessin die Darstellung ihres Mannes. Ernst August habe dem Mann bei einer Begegnung am Strand der Ferieninsel Lamu nur zwei Ohrfeigen verpasst - und nicht mehr, bezeugte die 52-Jährige. Grund: Ärger über den Lärm und Laser aus der Strand-Disco. "One for the music and one for the light", habe ihr Mann gesagt - eine für die Musik und eine fürs Licht.

Strittig ist, wie gewalttätig der Angriff von Ernst August war. Das Opfer hatte über schwere Verletzungen geklagt, allerdings wirft die Verteidigung dem Discobesitzer vor, teilweise simuliert zu haben.

Die Prinzessin kam allein und nur mit ihren Bodyguards ins Gericht. Ihr Mann begleitete sie nicht. Der Auftritt als Zeugin der Verteidigung war freiwillig. Das Gericht hätte sie nicht zwingen können. Caroline betrat das Gebäude durch einen Nebeneingang. Sie trug einen beigefarbenen Mantel und eine dunkle Hose. In ihrem Haar hatte sie eine Spange mit glitzernden Steinchen. Später im Gericht sprach sie ganz in Schwarz. Fotos von ihr im Saal waren nicht erlaubt.

Für ihr Erscheinen hatte die Paparazzi-geplagte Prinzessin Bedingungen gestellt: So wollte sie ausreichend Abstand zu Medienvertretern und hatte einen Sicherheitsabstand von drei Metern innerhalb des Gerichtsgebäudes gefordert. Zuvor war mehrere Tage lang spekuliert worden, ob Caroline tatsächlich für ihren Mann aussagen würde. Zeitungen hatten zuvor Fotos veröffentlicht, auf denen Ernst August und eine Frau beim Baden in Thailand zu sehen waren.

Obwohl Caroline eine Dolmetscherin zur Seite hatte, redete die Prinzessin zunächst auf Deutsch. Später sprach sie hauptsächlich auf Englisch. Sie beantwortete die Fragen von Richter Andreas Schlüter ruhig und gelassen. Auch bei Detailnachfragen gab sie präzise ihre Erinnerungen an den Abend des 14. Januar 2000 preis. In welcher Stimmung sei ihr Mann damals gewesen? "He was angry", wütend war er, sagt Caroline. Wie hat er geschlagen? Sehr schnell, mit beiden Händen, antwortete die Prinzessin. Und das Opfer? "Mein Mann hat ihm noch ein paar Sachen nachgerufen, die nicht so geeignet sind, um vor einem Gericht zitiert zu werden", sagte Caroline. "Manchmal ist es nicht so einfach, sich so zu benehmen, wie man sollte", sagte sie.

"Ich möchte die Handlung meines Ehemannes nicht rechtfertigen. Man sollte auch nicht mit übermäßiger Geschwindigkeit über die Autobahn fahren, aber es passiert halt." Mit einem Schlagring habe Ernst August auf keinen Fall zugeschlagen. "Mein Ehemann trägt generell keine Ringe, auch keinen Ehering."

Carolines Ehemann hatte jahrelang große Anstrengungen unternommen, um die Wiederaufnahme des alten Strafverfahrens zu erreichen, nachdem ihn das Landgericht Hannover 2004 wegen schwerer Körperverletzung zu 445.000 Euro Strafe verurteilt hatte. Sein damaliger Anwalt hatte behauptet, dass Ernst August vor der Tat in Kenia viel getrunken habe und eventuell auch einen Gegenstand in der Hand hatte. Ernst August bestreitet das aber. Mit dem damaligen alten Anwalt ist er inzwischen zerstritten. Ein Urteil wird im Frühjahr erwartet.

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