Das ging gerade noch mal gut: Werder Bremen feiert den Bundesliga-Klassenverbleib nach dem 2:2 in Heidenheim. Foto: dpa/Tom Weller

Werder Bremen hat mit zwei Unentschieden in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim den Absturz aus der Fußball-Bundesliga verhindert. Die Saison wirft dennoch Fragen auf – das zeigen die bundesweiten Pressestimmen.

Heidenheim - Was für eine Dramatik in der Relegation! Außenseiter 1. FC Heidenheim bleibt gegen Werder Bremen zweimal ungeschlagen, schafft aber nach dem 2:2 im Heimspiel (Hinspiel 0:0) dennoch nicht den Sprung in die Premiumklasse des deutschen Fußballs. Wir haben die wichtigsten Pressestimmen zusammengestellt.

„Bild“: „Werder hat haarscharf den Super-Gau verhindert, den ersten Abstieg seit 40 Jahren.“

„SWR“: „Der 1. FC Heidenheim hat den Aufstieg in die Bundesliga nach zwei Relegations-Unentschieden gegen Werder Bremen aufgrund der zu wenig geschossenen Auswärtstore denkbar knapp verpasst. Doch bei den Schwaben sollte sich niemand grämen, denn sie können stolz auf ihre Saison sein.“

„Welt“: „Die Bremer quälen sich in Heidenheim zum Remis und entscheiden die Relegation schmeichelhaft für sich. Ein äußert kurioses Eigentor verhindert den ersten Abstieg seit 40 Jahren.“

„FAZ“: „Mit Ach und Krach. Werder bleibt der Fußball-Bundesliga doch noch erhalten, Trainer Florian Kohfeldt ist einfach nur froh. Beim 1. FC Heidenheim genügt den Bremern ein 2:2-Remis, sie profitieren von einem kuriosen Eigentor.“

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„Zeit“: „Der Klassenerhalt gelang durch das 2:2 in Heidenheim alleine durch die Auswärtstorregel, die in Geisterspielzeiten erst recht komplett sinnlos ist. Doch das Lied vom Abstieg wurde nicht gespielt, die vom Ende kündenden Mundharmonikatöne blieben aus. Der Ausflug nach Heidenheim war dennoch eine Bremer Nahtoderfahrung.“

„Süddeutsche Zeitung“: Bremen bleibt. Ein 2:2 nach einer dramatischen Nachspielzeit rettet Werder in der Relegation vor dem ersten Bundesliga-Abstieg seit 1980. Heidenheim hadert mit einem frühen Eigentor.“

„Weser-Kurier:“ „Bei Werder Bremen sollte keiner auf die Idee kommen, den Klassenerhalt als Erfolg zu feiern. Das Siechtum der vergangenen Monate taugt nicht für Heldengeschichten, und selbst gegen den Kleinstadtverein aus Heidenheim stand Werders Rettung nach dem trostlosen Hinspiel auf wackeligen Beinen. Wenn man ehrlich ist, bleibt Bremen nur deshalb in der Bundesliga, weil Fortuna Düsseldorf am 33. Spieltag ein Tor zu wenig schoss und am 34. Spieltag sein Spiel bei Union Berlin verlor.“

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„Hamburger Abendblatt“: „Zweimal geführt, zweimal den Ausgleich kassiert, zweimal unentschieden gespielt – trotzdem weiter erstklassig: Werder Bremen.“

„Kicker“: „Werder Bremen hat den zweiten Abstieg der Clubgeschichte abgewendet. Die Erleichterung bei den Hanseaten war riesengroß, auch bei Trainer Florian Kohfeldt, der keine große Lust hatte, über das Spiel zu sprechen.“

„Deichstube“: „ Werder bleibt drin – und das nach einer Zittersaison, die tatsächlich bis zur letzten Sekunde gedauert hatte.“

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„NDR“: „Werder Bremen hat den Abstieg verhindert – es war mehr ein Geschenk als ein Verdienst. Den Grün-Weißen, die auch in der Relegation maßlos enttäuschten, stehen stürmische Zeiten bevor.“

„Sport 1:“ „Nach einer Horror-Saison hat Werder Bremen den Absturz in die zweite Liga abgewendet. Die Kohfeldt-Elf setzte sich in der Relegation denkbar knapp gegen Heidenheim durch.“

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