Wenn das Kind auf der Welt ist, sollen junge Mütter unterstützt werden. Foto: dpa

Es ist richtig, mit den Beratungsangeboten für junge Mütter flächendeckend in die Geburtskliniken zu gehen. Das Konzpt der Stadt ist der richtige Ansatz, meint Redakteurin Inge Jacobs.

Stuttgart - Woher sollen Erstgebärende wissen, ob sie alles richtig machen mit dem neuen Erdenbürger? In der Geburtsklinik erhalten die Mamas ja noch Unterstützung. Aber was ist, wenn sie drei Tage nach der Entbindung daheim sind – und womöglich weder Großeltern noch Freundinnen haben, die Tipps geben oder ihnen zur Seite stehen können? Oder wenn zur neuen Situation mit dem kleinen, fremden Lebewesen noch alte Probleme dazukommen – Trennung oder Armut.

Vor diesem Hintergrund ist das endlich regulär finanzierte Konzept „Guter Start für Familien – gesund und geborgen aufwachsen in Stuttgart“ der richtige Ansatz. Wo sonst als in den Geburtskliniken könnte man junge Familien besser erreichen – und fast flächendeckend? Es ist gut, dass endlich alle Stuttgarter Gebärenden unbürokratisch Unterstützung von Sozialpädagoginnen in der Klinik bekommen können – und bei Bedarf auch daheim. Die regional gut verorteten Beratungsteams können auch helfen, dass die Familien oder Alleinerziehenden im Stadtteil Anschluss finden.

Bereits bisher haben immer mehr Familien solche Hilfen angenommen. Das zeigt, dass der Bedarf wächst. Dass bei 8,8 Prozent dieser Familien auch das Kindeswohl gefährdet war, signalisiert, wie wichtig eine frühzeitige Unterstützung ist.

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