Amtsinhaber Klaus Johannis hat gute Chancen auf eine Wiederwahl. Foto: dpa/Vadim Ghirda

Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis hat die erste Wahlrunde klar für sich entschieden. Er trifft auf die gerade erst abgesetzte, sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila.

Bukarest - Laut ersten Nachwahlprognosen hat Rumäniens amtierender Staatschef Klaus Johannis die erste Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag klar für sich entschieden: In der Stichwahl am 24. November wird er auf Ex-Regierungschefin Viorica Dancila von der sozialdemokratischen PSD treffen.

Der 60-Jährige hat demnach den ersten Wahlgang mit 39 Prozent der Stimmen klar gewonnen. In der Stichwahl am 24. November trifft der deutschstämmige Kandidat der seit vergangener Woche regierenden Nationalliberalen (PNL) auf die sozialdemokratische Ex-Regierungschefin Viorica Dancila, die laut den Nachwahlprognosen mit 22,5 Prozent der Stimmen ein deutlich besseres Ergebnis als erwartet erzielt hatte.

Kandidat des Anti-Korruptionsbündnisses scheitert

Offizielle Auszählergebnisse werden erst am heutigen Montag vorliegen. Ihre Hoffnungen auf den Einzug in die Stichwahl müssen laut Wahlumfragen sowohl Dan Barna von der Anti-Korruptionspartei USR (16,4 Prozent) als auch der von dem linksliberalen Parteibündnis ALDE-Pro Romania unterstützte Schauspieler Mircea Diaconu (7,9 Prozent) begraben.

Nach einem auch wegen der klaren Favoritenrolle von Johannis sehr matten Stimmenstreit lag die Wahlbeteiligung mit knapp 48 Prozent deutlich unter derjenigen der Präsidentschaftswahlen 2014, als die Beteiligung in der ersten Runde 53 Prozent und in der Stichwahl 64 Prozent betrug: Das geringe Wählerinteresse kam vor allem der Sozialdemokratin Dancila zu Gute, da deren PSD traditionell ihre Stammwählerschaft am besten zu mobilisieren versteht. Mit ihrem Achtungserfolg hat die erste letzte Woche als Regierungschefin abgelöste Dancila ihre Position als Parteichefin wieder etwas gestärkt.

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