Alte Kämpen: die britische Band New Model Army Foto: Jochen Melchior

Zwei vermutlich sehr publikumsträchtige Alben erscheinen an diesem Freitag, dem 22. August. Dazu zwei von britischen Veteranen. Und dazu natürlich noch einige mehr.

Stuttgart - Zwei vermutlich sehr publikumsträchtige Alben erscheinen an diesem Freitag, dem 22. August. Dazu zwei von britischen Veteranen. Und dazu natürlich noch einige mehr.

Taylor Swift: Lover

Die Amerikanerin Swift zählt zu den erfolgreichsten Popsängerinnen der vergangenen Jahre. An diesem Freitag legt sie nun ihr neues Album „Lover“ vor. Hier ein kleiner Vorabvideogeschmack, einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in Kürze hier in unserem Onlineangebot. < width="100%" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Dkk9gvTmCXY" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen>

New Model Army: From here

Eigentlich, hat der Sänger und Gitarrist Justin Sullivan mal in Interviews erzählt, wollte er New Model Army nur für zwei, drei Auftritte zusammenstellen und dann umgehend wieder auflösen. Tja, das ist jetzt tatsächlich auch schon wieder vierzig Jahre her – aber die britische Band gibt es immer noch. Wenn sie jetzt am 26. Oktober auf ihrer aktuellen Tournee im Stuttgarter LKA auftreten, wird dies bereits ihr zehntes Konzert im Longhorn seit Mitte der Achtziger sein. Diese lange Timeline steht für eine schöne Kontinuität dieser grundsympathischen Band, die mit Songs wie „51st State“ und „Poison Street“ vom 1985er-Album „No Rest for the Wicked“ oder „I love the World“ und „Green and Grey“ von ihrem vierten Studioalbum „Thunder and Consolation“ wohl so ziemlich jeden ­Indieinteressierten in den späten Achtzigern mitsozialisiert haben. Neuerfindungen des musikalischen Rads gab es bei den Briten jedoch auf keinem der bisher 14 Alben zu bewundern, und das ändert sich auch jetzt nicht. Hier gibt’s die seit Jahrzehnten gewohnte Melange aus Indierock, Folk und keltischer Ballade, ohne Aussetzer, aber auch ohne Herausstechendes. Schlicht ein gutes Album haben sie vorgelegt. Auch das wie eigentlich immer.

Wild Billy Childish & CTMF: Last Punk standing

Man könne sie nur lieben oder hassen, heißt es immer wieder über die Musik auf den schätzungsweise 120 (!) Tonträgern, die der nimmerschaffensmüde Billy Childish bisher veröffentlicht hat. Man muss also ein Freund der ganz alten Schrammelpunkrockschule und des Sechziger-Jahre-Garagenbeats sein, muss hastig eingespielte absolute Lo-Fi-Produktionen jenseits aller modernen technischen Standards mögen und darf auf keinen Fall irgendwelche zeitgenössischen Einflüsse erwarten – und schon wird man mit diesem Album gewiss sehr glücklich werden. Falls man jedoch rein zufällig das genaue Gegenteil der genannten Dinge schätzt, wird man sich bei diesem bereits sechsten Album, dass der Brite mit den Rumpelrockern Chatham Forts eingespielt hat, nach kürzester Zeit mit gelangweiltem Grauen abwenden. „Last Punk Standing“, das sind 14 abwechslungsarm geschriebene und blechern tönende Oldschoolpunkrocksongs, denen man in erster Linie für eine Geisteshaltung Tribut zollen darf und nur ganz am Rande auch für ihre musikalische Kraft. Der letzte verbliebene Punk ist Billy Childish ganz gewiss nicht – nur der einzige, der noch genauso klingt wie früher.

Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen – Fuck Dance, let’s Art

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, jene Indiepunk und Northern-Soul-Truppe aus Hamburg und Berlin, wurde 2012 gegründet, nachdem sich die Vorgängerband Superpunk des Sängers und Songschreibers Carsten Friedrichs aufgelöst hatte. Jetzt sind sie bereits mit ihrem fünften Album am Start.

Helene Fischer: Live- Die Stadiontour

Deutschlands – was den Publikumszuspruch betrifft – erfolgreichste Sängerin legt an diesem Freitag das Livealbum zu ihrer letzten Stadiontournee vor. Es erscheint auf CD, DVD sowie als De-Luxe-Edition in verschiedenen Formaten.

Loredana, Sheer Mag, und andere

Neue Alben gib’t an diesem Freitag, dem 23. August, auch von der Luzerner Rapperin Loredana und der Rockband Sheer Mag aus Philadelphia. Sowie natürlich auch von vielen anderen Musikerinnen und Musikern.

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