So klappt's mit dem Verkauf. Foto: Divina Epiphania / shutterstock.com

Der Hype um Pokémon ist derzeit vielleicht noch größer als vor 20 Jahren. Wer die alten Sammelkarten aus seiner Kindheit verkaufen will, kann jetzt unter Umständen Toppreise erzielen. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, wie und wo Sie die Karten am besten veräußern.

1. Die Pokémon-Karten sortieren

Bevor Sie über das Verkaufen der Pokémon-Karten nachdenken, sollten Sie erst mal eine Bestandsaufnahme machen. Denn wer in den letzten Jahren nicht aktiv neue Karten gesammelt und gekauft hat, überschätzt schnell den Wert alter, bespielter Karten. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir in unserer Kindheit besonders pfleglich mit den Karten umgegangen sind und sie die lange Zeit der Vergessenheit im Keller gut überstanden haben, eher gering. Insofern sollten Sie zunächst den groben Wert der Karten ermitteln. Dazu haben wir bereits einen ausführlichen Ratgeber verfasst. Dadurch vermeiden Sie ganz nebenbei auch über den Tisch gezogen zu werden, weil Sie den Wert einer bestimmten Karte nicht kennen.

2. Den ungefähren Verkaufspreis ermitteln

Vermutlich sind Sie kein Pokémon-Karten-Profi. Folglich werden Sie auch nicht mit den aktuellen Marktpreisen vertraut sein. Um ein Gefühl für den ungefähren Verkaufspreis Ihrer Karten zu erhalten, macht es daher Sinn, sich zunächst ein Bild über die Marktlage auf eBay, Hood, Quoka und anderen Plattformen zu verschaffen. Auch Händlerseiten helfen dabei, den Wert der eigenen Karten besser einschätzen zu können. Allerdings sollten Sie dabei beachten, dass deren Preise nicht die Einkaufspreise widerspiegeln und Sie als Verkäufer deutlich weniger für die Karten erhalten würden. Auch Sofort-Kauf-Preise auf anderen Verkaufsplattformen stellen oft kein realistisches Bild dar. Am besten geben Auktionen die momentanen Marktpreise wieder.

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3. Die Verkaufsart bestimmen

Nachdem Sie sich nun eine ungefähre Preisvorstellung gemacht haben, sollten Sie überlegen, wie Sie die Karten am besten verkaufen. Fest steht, dass jede Karte einzeln zu verkaufen auch den meisten Gewinn abwerfen würde. Dies setzt aber voraus, dass die Karten zum einen begehrt genug und zum anderen in einem ausreichend guten Zustand sind. Allerdings ist die Methode des Einzelverkaufens auch sehr zeitaufwendig. Sie müssten für jede Karte ein Angebot mit Bild und Text erstellen. Bis die komplette Sammlung dann verkauft ist, kann es mehrere Wochen bis Monate dauern. Und viele Karten werden sich auf diesem Wege überhaupt nicht veräußern lassen. Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass Sie im schlechtesten Fall für jede Karte Verpackungsmaterialien kaufen müssen und vermutlich dutzende Male zum nächsten Briefkasten laufen oder fahren müssen. Auch so entstehen Kosten und Aufwand, die Sie mit einkalkulieren sollten. Ein Komplett- oder Mengenverkauf bringt in der Regel zwar weniger Geld, dafür bekommen Sie alle Karten auf einmal los. Auch haben Sie viel weniger Aufwand mit dem Erstellen des Angebots und dem Versenden. Gerade bei einer Auktion kann die Hoffnung der Bieter auf nur eine wertvolle Karte innerhalb der Sammlung den Preis für alle nach oben drücken.

4. Die Verkaufsplattform wählen

Nachdem Sie sich nun entschieden haben, wie Sie die Karten verkaufen wollen, sollten Sie sich für einen Verkaufsweg entscheiden. Im Prinzip haben Sie zwei Möglichkeiten:

1. Direktverkauf über eBay und ähnliche Plattformen (aber auch Flohmärkte etc.).

2. Verkauf an einen Händler.

Die erste Variante bietet den Vorteil, dass die Nachfrage am Markt die Preise bestimmt und Sie alle Karten auch einzeln verkaufen können. Der Nachteil liegt in den Verkaufsgebühren sowie dem Risiko, dass die Karten nur eine geringe Summe einbringen, wenn nicht ausreichend Bieter an der Auktion teilnehmen. Die zweite Verkaufsvariante hat den Vorteil, dass Sie mehrere Angebote einholen und vergleichen können. Außerdem können Sie alle Karten auf einmal verkaufen und haben insgesamt weniger Aufwand. Allerdings werden die Händler bei den Angeboten auch ihre eigene Marge im Blick behalten und daher versuchen, den Einkaufspreis möglichst gering zu halten.

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5. Für eine gute Präsentation sorgen

Falls Sie sich dazu entscheiden, die Pokémon-Karten auf eigene Faust zu verkaufen, sollten Sie diese möglichst vorteilhaft präsentieren. Dazu zählen nicht nur gute Bilder, sondern auch ein ausführlicher Beschreibungstext. Insbesondere bei seltenen Karten sollte der Zustand möglichst gut aus dem Bild und Text erkenntlich werden. Wer dagegen nur ein paar alte Karten ohne besonderen Wert verkaufen will, fotografiert diese am besten gesammelt in einer Kiste und erstellt ein Komplettangebot. Das steigert die Chance auf einen Verkauf.

Ist ein Verkauf überhaupt sinnvoll?

Ob sich Ihre Pokémon-Karten verkaufen lassen, hängt maßgeblich von deren Zustand, Seltenheit und Beliebtheit ab. Doch gerade bei Sammlungen aus der Kindheit, die nicht besonders gut erhalten sind und auch kaum wertvolle Karten enthalten, ist nicht mit großen Geldsummen zu rechnen. Natürlich steigt der Wert von alten Karten durch den aktuellen Hype an, doch für die meisten bedeutet selbst eine Wertsteigerung von 100 bis 200 Prozent lediglich einen Verkaufspreis im einstelligen Bereich. Am Ende sollte also immer auch eine Abwägung stattfinden, ob der sentimentale Wert der Karten den monetären nicht übersteigt.

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