Die Betreiber der Darknet-Plattform werden angeklagt. Foto: imago images/Christian Ohde

Im Frühjahr 2019 haben Ermittler die Hintermänner eines Online-Marktplatzes für illegale Waren im Darknet verhaftet. Einer davon stammt aus dem Landkreis Esslingen. Nun wird Anklage erhoben.

Frankfurt/Esslingen - Über die Plattform „Wallstreet Market“ sind hunderttausendfach Drogen und andere verbotene Produkte verkauft worden. Jetzt hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Betreiber des zweitgrößten Online-Marktplatzes für illegale Waren im Darknet erhoben.

Einem Mann aus dem Landkreis Esslingen und seinen beiden mutmaßlichen Komplizen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen wird vorgeworfen, die Plattform zwischen März 2016 und April 2019 aufgebaut und betrieben zu haben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Dabei handle es sich um die bis dato weltweit zweitgrößte kriminelle Handelsplattform, über die insbesondere Drogen, ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware vertrieben wurden.

Beginn des Verfahrens unklar

Den Festnahmen im Frühjahr 2019 waren verdeckte Ermittlungen vorausgegangen. Amerikanische und niederländische Behörden waren ebenso beteiligt gewesen wie die europäische Polizeibehörde Europol. Das Darknet ist ein abgeschirmter Teil des Internets.

Die Männer sollen als Betreiber der Plattform an den Verkäufen illegaler Güter Provisionen verdient haben. Gegen alle drei Männer wurde Anklage wegen des Verdachts des bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erhoben, zwei von ihnen sind zudem wegen des Verdachts der Untreue angeklagt.

Wann das Verfahren vor dem Frankfurter Landgericht starten soll, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

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