Diebe haben zwei Solarmodule am Neuen See/Pfaffensee gestohlen. Die Module erzeugen Strom, den die Messstationen brauchen, um ihre Daten zu übermitteln. Foto: z/Netze BW

Diebe haben sich an der Messstation am Neuen See und Pfaffensee zu schaffen gemacht und zwei Solarmodule entwendet. Die Polizei sucht Zeugen.

Büsnau/S-West - Klein und handlich sind die Solarmodule an den Pegelmessstationen nicht gerade. 1,50 auf einen Meter messen sie laut Auskunft der Netze BW, einem Tochterunternehmen der Energie Baden-Württemberg (EnBW). Und doch wurden die zwei Solarmodule nun gestohlen. Nach Angaben der Polizei machten sich bislang unbekannte Täter an der Messstation, an der die Solarmodule angebracht waren, zu schaffen. Sie montierten die Module ab und nahmen sie mit.

„Wir haben bei einer Routinekontrolle festgestellt, dass die Solarmodule nicht mehr da waren“, sagt Hans-Jörg Groscurth, der Pressesprecher der Netze BW. Diese betreibt die sogenannten Vorderen Parkseen im Naturschutzgebiet Rotwildpark, zu denen Pfaffensee, Neuer See und Bärensee gehören, im Auftrag der Stadt. Die Messstation befindet sich an dem Weg zwischen dem Neuen See und dem Pfaffensee.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei entgegen

Der Diebstahl muss sich im Zeitraum zwischen Sonntag, 3. September, und Dienstag, 12. September, ereignet haben. Die Solarmodule haben einen Wert von etwa 2000 Euro. „Wir hoffen, dass die Polizei die Diebe ermitteln kann“, sagt Groscurth. Zeugenhinweise nehmen die Beamten des zuständigen Polizeireviers Gutenbergstraße in Stuttgart-West unter der Telefonnummer 07 11/89 90 33 00 entgegen.

Die Messstation übermittelt die Pegelstände der beiden Parkseen an die Netze BW. Die Solarzellen an der Station erzeugen Strom, mit dem die Messstation ihre Daten an den Energieversorger sendet. Der Diebstahl hat jedoch erst einmal keine Auswirkungen auf die Arbeit der Station. Auch möchten die Netze BW nicht sofort für Ersatz sorgen. „Wir warten jetzt erst einmal das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen ab. Dann sehen wir weiter“, sagt der Pressesprecher.

Die Verhandlungen zu Katzenbach- und Steinbachsee dauern an

Während die Vorderen Parkseen im Eigentum des Landes Baden-Württemberg liegen und von der Netze BW gehegt werden, gehören die Hinteren Parkseen, namentlich der Katzenbachsee und der Steinbachsee, dem Energieunternehmen. Bis 1998 waren beide Seen über das Wasserwerk Gallenklinge in die Stuttgarter Wasserversorgung eingebunden, seitdem wird aber kein Trinkwasser aus dem Bodensee mehr eingeleitet.

Weil der Unterhalt zu teuer ist, möchte die Netze BW den Katzenbachsee und den Steinbachsee verkaufen. Interesse haben bislang sowohl die Pächter der Seen, der Württembergische Anglerverein und die Anglerfreunde Leonberg, als auch der Tierschutzverein Peta angemeldet. Das Stuttgarter Wasserforum und die CDU im Vaihinger Bezirksbeirat forderten die Stadt auf, die Seen zu kaufen.

Die Verkaufsabsichten wurden im Herbst 2016 bekannt. Bislang allerdings gibt es kein Ergebnis. Laut Netze BW dauern die Verhandlungen noch an. „Es ist noch alles in der Schwebe“, sagt Hans-Jörg Groscurth.

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