Eine Schwangere brachte ihr Kind während des Streiks in einem Zug auf die Welt. Foto: AFP/ALAIN JOCARD

Ein schwangere Frau steigt Pariser Bahnhof Gare de Lyon in den Zug ein. Wenig später platzt ihre Fruchtblase. Nun darf das Neugeborene auf eine besondere Regel bei der französischen Bahn hoffen.

Paris - Mitten im Pariser Streikchaos hat eine Frau Berichten zufolge ein Kind in einem Vorstadtzug auf die Welt gebracht. „Sie hatte Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Einer unserer Mitarbeiter vor Ort riet ihr, nicht mit dem Zug zu fahren, aber sie bestand darauf“, teilte die französische Staatsbahn SNCF der Zeitung „Le Figaro“ am Mittwochabend mit.

Die Frau sei am Nachmittag am Pariser Bahnhof Gare de Lyon eingestiegen, einige Stationen etwas außerhalb der Stadt sei ihre Fruchtblase geplatzt. Der Zug hielt an, und die Frau brachte ihr Kind zur Welt, wie die Zeitung weiter berichtete. Mutter und Kind ginge es gut. Dass Kinder in den Zügen des Pariser Nahverkehrsnetzes geboren werden, kommt immer wieder vor. In der Regel können diese dann bis zu ihrem 25. Geburtstag kostenlos mit den Zügen in der Hauptstadt fahren.

Derzeit herrscht in Paris wegen des Streiks gegen die Rentenreform Verkehrschaos - zahlreiche Züge fallen aus, etliche Metrolinien werden nicht bedient. Die Störungen dauern seit einer Woche an und zehren an den Kräften der Pariser.

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