Ottmar Hitzfeld spielte in den 1970ern für den VfB Stuttgart und trainierte später Borussia Dortmund und den FC Bayern München. Foto: picture alliance/dpa/Robert Ghement

Ottmar Hitzfeld glaubt nicht, dass der deutsche Fußball international schon abgehängt ist. Doch um auf Dauer konkurrenzfähig zu bleiben, müssten die Vereine sich seiner Meinung nach für Investoren öffnen.

Stuttgart - Die Fußball-Bundesligisten können nach Ansicht von Ottmar Hitzfeld langfristig nur mit einer umfassenderen Öffnung für Investoren international konkurrenzfähig bleiben. Kurz vor dem Start in die neue Champions-League-Saison am Dienstagabend nannte der frühere Erfolgstrainer die Premier League als Beispiel. „Der englische Fußball hat einen Riesenvorsprung, vor allem im finanziellen Bereich“, sagte der 70-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Und die besten Spieler gehen da hin, wo das meiste Geld bezahlt wird.“

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„Auch die deutschen Clubs hätten die Möglichkeit, noch mehr Geld zu akquirieren, dafür müsste man sich aber für Investoren öffnen“, sagte der ehemalige Coach. „Nur mit der Ausbildung von Talenten kann man international auf Dauer nicht mithalten.“

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Im vergangenen Sommer hatte der FC Liverpool mit einem 2:0-Sieg im englischen Finale gegen Tottenham Hotspur den Titel in der Königsklasse gewonnen. Abgehängt sieht Hitzfeld die Bundesliga im internationalen Vergleich trotz der schwachen Vorsaison in der Champions League aber nicht. „Jetzt geht es darum, wieder selbstbewusst in diesen Wettbewerb zu gehen“, sagte er. „Deutschland muss sich nicht verstecken. Wir haben eine gute Mentalität, wir haben großartige Stadien, großartige Trainingsgelände und gutes Scouting in jedem Verein.“

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