Im Trickfilm „The Snail and the Whale“ schließen zwei ungleiche Tiere Freundschaft miteinander. Foto: Magic Light Pictures

Ende April werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Jetzt gibt es die Shortlist – und der Filmakademie-Absolvent Max Lang ist mit seinem Trickfilm vertreten.

Los Angeles - Zuerst mal die schlechte Nachricht für den deutschen Film: Die Oscar-Chancen des Spielfilms „Und morgen die ganze Welt“ der Regisseurin Julia von Heinz sind geplatzt. Diese deutsche Einreichung schied im Rennen um den sogenannten Auslands-Oscar schon bei der Vorauswahl aus. Nach Mitteilung der Film-Akademie in Beverly Hills gelangten 15 von insgesamt 93 Ländern mit ihren Einsendungen in die nächste Runde, die Shortlist-Vorauswahl. Am 15. März wird verkündet, welche 5 Filme endgültig nominiert sind, die Vergabe des wichtigsten Filmpreises der Welt soll dann am 25. April stattfinden – der Corona-Pandemie wegen also später als üblich.

Es gibt für die deutsche – und vor allem die Ludwigsburger – Filmszene aber auch gute Nachrichten aus Oscar-Land. Der 1982 in Duisburg geborene Filmemacher Max Lang, der an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert hat, darf sich in der Sparte „Animierter Kurzfilm“ Oscar-Hoffnungen machen. Gemeinsam mit Daniel Snaddon schaffte es Lang im Regieduo mit dem 26-minütigen Trickfilm „The Snail and the Whale“ in die Vorauswahl von zehn Oscar-Kandidaten.

Zum dritten Mal nominiert

„The Snail and the Whale“ basiert auf einer Vorlage der hierzulande spätestens mit dem „Grüffelo“ bekannt gewordenen britischen Kinderbuchautorin Julia Donaldson (dt. Titel: „Die Schnecke und der Buckelwal“). Der Animationsfilm wurde von der britischen Firma Magic Light Pictures mit produziert. Für Lang ist Oscar-Spannung nichts ganz Neues. Bereits zwei Mal ist er jeweils mit einer Donaldson-Adaption in die Endrunde gekommen: 2011 zusammen mit Jakob Schuhfür „Der Grüffelo“, 2014 mit Jan Lachauer für „Room on the Broom“. Bislang blieb es dann allerdings bei den durchaus ruhmreichen Nominierungen.

Ebenfalls einen Hürde weiter gekommen im Oscar-Rennen ist der deutsche Komponist Volker Bertelmann, besser bekannt unter dem Künstlernamen Hauschka. Er schaffte es mit einer gemeinsamen Komposition mit dem US-Musiker Dustin O’Halloran für das Liebesdrama „Ammonite“ auf eine Shortlist von fünfzehn Anwärtern. 2017 waren Bertelmann und O’Halloran bereits für den Soundtrack zu dem Film „Lion“ im Oscar-Rennen. Bei der Verleihung gingen sie damals aber leer aus.

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